Kommentar

29.11.2018

Über das Spenden

Kokosmakronen, mit Marmelade gefüllte Teigtaschen oder Schoko-Ringe: Am Stand unserer Zeitung auf dem Roggenburger Weihnachtsmarkt lässt sich eine köstliche Vielfalt an selbst gebackenen Plätzchen erstehen – und das für den guten Zweck.

Geben ist seliger als nehmen, das gilt nicht nur fürs Boxen, sondern auch fürs Spenden 

Nach einer gerade veröffentlichten Erhebung des Deutschen Spendenrats, der Interessenvertretung spendensammelnder gemeinnütziger Organisationen, geben die Deutschen gerne. Heuer werden sie voraussichtlich 5,4 bis 5,5 Milliarden Euro spenden. Das wäre mehr als in den beiden Vorjahren. Allerdings ging die effektive Zahl der Spender zurück, dafür waren die verbliebenen umso großzügiger. Übrigens spendeten Menschen über 70 Jahren am meisten, Jüngere unterstützen eher Crowdfunding-Projekte im Internet.

Erfolgreiche Spendenaktionen

Das Leserhilfswerk unserer Zeitung, die Kartei der Not, gehört für viele großherzige Menschen in der Region immer noch zu den Organisationen, denen sie am liebsten ihre Spenden anvertrauen. Sie tun es, indem sie Geld überweisen oder indem sie Aktionen starten, mit denen Gelder für die Kartei eingesammelt werden. So wie der Landfrauenchor Neu-Ulm und der Frauenbund Wullenstetten, die Jahr um Jahr unermüdlich Plätzchen backen, die dann auf dem Roggenburger Weihnachtsmarkt verkauft werden. Sie kommen nicht nur für das Material selber auf, sondern opfern auch ihre freie Zeit und backen, dass es eine wahre Freude ist. Viel Arbeit haben auch die Mitglieder des Lions-Clubs Illertissen in ihre Kalender-Aktion gesteckt – die sofort ein voller Erfolg war. Die 5000 Kalender zum Preis von jeweils fünf Euro sind komplett ausverkauft. Der Erlös kommt der Kartei der Not zugute. Dafür ein herzliches „Vergelt’s Gott!“

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Lesen Sie dazu: Plätzchen essen und dabei Gutes tun

Das "Wohlgefühl" beim Spenden

In diesem Zusammenhang sei auch noch eine Untersuchung der University of California San Diego erwähnt. Die Forscher haben vor einige Jahren nachgewiesen, dass die Spendenbereitschaft steigt, wenn die Menschen wissen, dass die volle Summe in Hilfsprojekte fließt. Es erhöhe das „Wohlgefühl“ der Spender, wenn ihr Geld nicht zur Deckung von Unkosten verwendet wird, etwa für die Verwaltung einer Organisation. Bei der Kartei der Not gibt es keine Unkosten, jeder Euro kommt da an, wo er bedürftigen Menschen hilft.

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