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Ulm
16.04.2021

Appell von OB Czisch aus Ulm wegen Corona: Lasst die Kirchen zu!

Angesichts der hohen Inzidenzwerte in der Stadt Ulm appellieren Oberbürgermeister Czisch und Landrat Scheffold an Kirchen und Religionsgemeinschaften in Ulm, auf Präsenzgottesdienste und religiöse Veranstaltungen zu verzichten.
Foto: Alexander Kaya

Angesichts hoher Inzidenzwerte in der Stadt Ulm appellieren Politiker an Kirchen und Religionsgemeinschaften in Ulm, auf Präsenzgottesdienste und religiöse Veranstaltungen zu verzichten. So reagieren die Dekane.

Die Zahl der Covid-19-Infektionen und die Sieben-Tage-Inzidenzwerte in der Stadt Ulm sind in den letzten Tagen stark gestiegen. Der vom Landesgesundheitsamt ermittelte Inzidenzwert für das Stadtgebiet Ulm lag am Freitag bei über 190.

Deshalb appellieren Oberbürgermeister Gunter Czisch und Landrat Heiner Scheffold in einem gemeinsamen Aufruf an die Kirchen und Religionsgemeinschaften im Stadtgebiet Ulm, ab dem Wochenende auf Präsenzgottesdienste und religiöse Zusammenkünfte zu verzichten.

Ulms Oberbürgermeister Czisch warnt: "Die Lage ist ernst."

„Die Lage ist ernst, die Inzidenzzahlen steigen zu schnell. Füreinander zu sorgen, das bedeutet jetzt, wo immer möglich Kontakte zu reduzieren, auf Zusammenkünfte zu verzichten“, erklärten Oberbürgermeister Czisch und Landrat Scheffold gemeinsam schriftlich. „Deshalb appellieren wir an alle Kirchengemeinden und Religionsgemeinschaften, von Präsenzgottesdiensten und religiösen Feiern in nächster Zeit abzusehen.“

Beide Dekane aus Ulm kommen der Bitte nach

"Dieser Bitte kommen wir nach und haben deshalb die Kirchengemeinden im Kirchenbezirk Ulm gebeten, dass am kommenden Sonntag keine Präsenzgottesdienste stattfinden sollen", teilt Dekan Ernst-Wilhelm Gohl mit. Auch der katholische Dekan Ulrich Kloos rät: "Bitte weichen Sie auf Angebote im Fernsehen oder in digitaler Form aus." Diese Regelung gilt, bis fünf Tage hintereinander die Inzidenz wieder unter 200 liegt.

Czisch und Scheffold wiesen darauf hin, dass es bei den Konfessionen bereits innerkirchliche Regelungen gibt, bei sehr hohen Inzidenzwerten auf Präsenzgottesdienste zu verzichten: „Wir wissen, wie sehr gläubige Menschen der religiösen Gemeinschaft bedürfen. Das gilt für Christen, für Juden, für Muslime, für die gerade der Ramadan begonnen hat, und für Angehörige anderer Religionen gleichermaßen. Aber jetzt Risiken zu vermeiden durch den Verzicht auf direkte Kontakte, das ist in der aktuellen Situation genau der Weg, um Fürsorge füreinander auszudrücken.“

Sehr ansteckende Mutationen des Coronavirus

Sowohl der Landrat wie auch der Oberbürgermeister erklärten, dass, anders als in der ersten und zweiten Corona-Welle, durch die zunehmende Dominanz der wesentlich ansteckenderen Virusmutationen das Risiko einer Infektion bei persönlichen Kontakten nochmals deutlich gestiegen sei. „Auch deshalb bitten wir jetzt eindringlich die Kirchen und religiösen Gemeinschaften, auf Präsenzgottesdienste und religiöse Feiern zu verzichten.“

Sollten im Alb-Donau-Kreis im Laufe der kommenden Woche die Inzidenzwerte auch in Größenordnungen wie derzeit in Ulm steigen, bittet Landrat Heiner Scheffold die Kirchen und Religionsgemeinschaften im Kreisgebiet, in diesem Fall ebenfalls auf Präsenzgottesdienste und Veranstaltungen zu verzichten. (AZ/köd)

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