Newsticker
Corona-Gipfel: Nur mit Booster-Impfung gilt man langfristig als "geimpft"
  1. Startseite
  2. Neu-Ulm
  3. Ulm: Razzia in Ulm: Stadt und Polizei schließen zwei illegale Bordelle

Ulm
19.11.2021

Razzia in Ulm: Stadt und Polizei schließen zwei illegale Bordelle

In Ulm wurden zwei mutmaßlich illegale Bordelle geschlossen.
Foto: Boris Roessler / dpa (Archivbild)

Bei einer gemeinsamen Kontrollaktion haben Stadt und Polizei zwei mutmaßlich illegale Bordelle in Ulm entdeckt und den weiteren "Betrieb" dort sofort untersagt.

Zwei mutmaßlich illegale Bordelle wurden in Ulm geschlossen. Die verantwortlichen Betreiber würden nun eine Anzeige erwarten, heißt es am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung der Stadt Ulm zusammen mit der Ulmer Polizei.

Entdeckt worden seien die Bordelle demnach bei einer Kontrolle am Donnerstag vergangener Woche. Die mutmaßlich illegalen Puffs sollen in einer Wohnung sowie in einem Gebäude in einem Ulmer Gewerbegebiet entdeckt worden sein.

Die Kontrolleure hätten dort insgesamt zehn Frauen angetroffen, die - so die bisherigen Erkenntnisse der Behörden - teils schon seit Längerem der Prostitution nachgingen. Für einen gewerblichen Prostitutionsbetrieb hätten die Verantwortlichen aber keine entsprechende Erlaubnis vorlegen können, heißt es. Der weitere Betrieb sei daher sofort untersagt worden.

Bei der mehrstündigen Kontrollaktion hätten die Beschäftigten von Stadt und Polizei knapp 40 Frauen und Männer in insgesamt fünf Betrieben kontrolliert. Davon sollen neun Personen keine gültigen Anmeldebescheinigungen besessen haben. Sie seien verwarnt worden, heißt es. Hinweise auf Zwangsprostitution und Menschenhandel hätten sich im Rahmen der Kontrollen nicht ergeben. Die Ermittlungen würden aber noch andauern.

Polizei: 30 Bordelle in Ulm bekannt mit rund 170 Personen

Der Polizei sind nach eigenen Angaben etwa 30 Bordelle in Ulm bekannt. Dort würden rund 170 Personen der Prostitution nachgehen. Im Rahmen des Prostitutionsverbots durch die Corona-Verordnung im Jahr 2020 hätten die Ordnungshüter beobachtet, dass sich die Prostitution immer mehr in den privaten Bereich und in Hotels verlagerte. Seit Juni 2021 ist die Prostitution, wenn auch unter Auflagen, wieder erlaubt.

Lesen Sie dazu auch

Zum Schutz der in den Prostitutionsbetrieben tätigen Personen hätten die Behörden und verschiedene Organisationen sogenannte "runde Tische" gebildet und Netzwerke geknüpft. Dort sollen Erfahrungen ausgetauscht und Hilfen organisiert werden. Sexarbeit stelle - trotz gesetzlicher Anerkennung als Beruf - auch in der heutigen Zeit noch ein Tabuthema dar, so die Polizei. Viele der in der Prostitution tätigen Menschen würden daher unerkannt bleiben. Aus diesem Grund sei es auch nach Einführung des Prostituiertenschutzgesetzes im Jahre 2017 weiterhin so, dass manche Prostituierte ohne die durch das Gesetz vorgeschriebene behördliche Anmeldung und damit "illegal" arbeitet. (AZ)

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.