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27.03.2009

Ulm als Meilenstein der Mobilität

Ulm Wer die Zukunft städtischen Individualverkehrs erleben will, muss nach Ulm kommen. Dieser Überzeugung ist zumindest Dr. Thomas Weber. Das Vorstandsmitglied der Daimler AG gab gestern im Ulmer Stadthaus den Startschuss für "Car2go", was auf Deutsch so viel bedeutet wie "Auto zum Mitnehmen".

Das Konzept dieses neuen, weltweit in dieser Form einmaligen Mobilitätskonzepts ist denkbar einfach: Wann immer in Ulm ein Auto benötigt wird, kann es rund um die Uhr spontan auf der Straße gemietet oder mit dem Handy oder über das Internet gebucht werden. 200 Smarts stehen ab sofort über das Stadtgebiet verteilt oder auf speziellen Parkplätzen wie im Parkhaus der Neuen Mitte. Das Fahrzeug kann dann beliebig lange genutzt und auf jedem freien öffentlichen Parkplatz innerhalb des "Geschäftsgebietes" zurückgegeben werden.

Die Kosten: 19 Cent pro Minute. Steuern, Versicherung, zurückgelegte Kilometer und Kraftstoff sind darin enthalten. Das "Geschäftsgebiet" erstreckt sich über die Stadt Ulm mit ihren Ortsteilen. Neu-Ulm bleibt - erst mal - außen vor. Allerdings gehören einige Straßen rund um das zum Daimler-Konzern gehörende EvoBus-Werk mit zum Geschäftsgebiet, das heißt, dass auch dort die Autos abgeholt und abgestellt werden dürfen. Allerdings ist es laut Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner wünschenswert, "Car2go" auf Neu-Ulm auszuweiten. Der Daimler-Projektleiter Robert Henrich rechnet bereits für Sommer diesen Jahres mit einer Einbeziehung von Neu-Ulm, wenn dies politisch gewollt werde.

Mittelfristig sollen bei "Car2go" Autos mit Brennstoffzellen-Antrieb eingesetzt werden. Ein begleitendes Projekt mit dieser Technik lief vor wenigen Tagen in Hamburg an. Ulm wurde durch den Daimler Forschungsstandort auf dem Eselsberg zur weltweit ersten "Car2go"-Stadt. Die texanische Stadt Austin folgt im Herbst. Eine Testphase mit 500 Ulmer Daimler-Mitarbeitern lief erfolgreich. Weber: "Ulm ist ein Meilenstein auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität."

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