1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Ulm belegt Spitzenplatz in Baden-Württemberg

Wirtschaft

02.02.2016

Ulm belegt Spitzenplatz in Baden-Württemberg

Die Agentur für Arbeit bilanziert: Wie das zurückliegende Jahr war und wo die Probleme 2016 liegen

Hohe Beschäftigung, weniger Arbeitslose, mehr Stellen. So lautet zusammengefasst der Rückblick der Ulmer Agentur für Arbeit. Insgesamt gesehen war 2015 ein gutes Jahr für den regionalen Arbeitsmarkt“, resümiert Peter Rasmussen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ulmer Arbeitsagentur.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Die durchschnittliche Arbeitslosenquote ging im zurückliegenden Jahr um 0,1 auf 3,1 Prozent zurück. Damit belegt die Agentur für Arbeit Ulm gemeinsam mit Lörrach den Spitzenplatz im Land. Im Durchschnitt waren im Ulmer Agenturbezirk, welcher in der Donau-Iller-Region, den Stadtkreis Ulm sowie die Landkreise Alb-Donau und Biberach abdeckt, 8670 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Rasmussen rechnet jedoch für 2016 mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen. „Es ist davon auszugehen, dass im Jahresverlauf mehr Arbeitslose aus den Reihen der Flüchtlinge hinzukommen werden“, so der Ulmer Agenturleiter. „Wir dürfen uns aber nichts vormachen: Die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen braucht Zeit.“

Geflüchtete Menschen und Asylbewerber in Beschäftigung oder Ausbildung zu vermitteln, sei für 2016 eine große Herausforderung. Mit entscheidend für die Integration geflüchteter Menschen sei das Erlernen der deutschen Sprache, so Rasmussen. Im November wurden durch die Bundesagentur einmalig geförderte Basis-Sprachkurse ermöglicht. Dieses Angebot, mit bis zu 320 Unterrichtseinheiten, war für Flüchtlinge mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit vorgesehen, um elementare Grundkenntnisse der deutschen Sprache zu erlernen. Im Ulmer Agenturbezirk kamen so 60 Sprachkurse mit 1050 Teilnehmern zustande.

Die Zahl der Beschäftigten nahm zum Vorjahr um 2,2 Prozent zu. Höchstwert: 217070 beschäftigte Männer und Frauen wurden zum Stichtag gezählt. Rasmussen rechnet weiterhin mit einer moderaten Zunahme: „Bleibt das Beschäftigungswachstum in diesem Maße konstant, ist auch eine stabile Arbeitslosenquote für 2016 möglich.“ Der Blick auf die Arbeitskräftenachfrage zeigt einen Zuwachs im Stellenzugang um 5,1 Prozent. Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service wurden insgesamt über 16000 Stellenangebote gemeldet. 780 mehr als im Vorjahr. Die Nachfrage an Arbeitskräften war 2015 konstant sehr hoch. Es fehlten aber häufig die passenden Bewerber, um die Stellenangebote adäquat besetzen zu können. „Die Fachkräftesicherung bleibt auch in 2016 ein wichtiges Thema“, erklärt Rasmussen. (az)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren