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16.06.2009

Ulm, der Sitz des Donaurats

Ulm (heo) - Peter Langer ist sichtlich zufrieden: Vor wenigen Tagen wurde in Budapest bei der 6. Europäischen Konferenz der Donaustädte und - regionen Ulms OB Ivo Gönner zum Präsident des Rats der Donaustädte gekürt. Langer selbst darf sich jetzt Koordinator und Sprecher eines Rats nennen, der die kommenden zwei Jahre seinen Sitz im Ulmer Donaubüro haben wird.

Als ein Papier mit "großer Verbindlichkeit" bezeichnet Langer die Abschlusserklärung, die im Beisein von über 200 Repräsentanten von Donaustädten und -regionen im Budapester Rathaus besiegelt wurde. Einer der darin enthaltenen Kernsätze: "Mit unseren gemeinsamen Projekten in Kultur, Wissenschaft, Bildung Ökologie und Wirtschaft und der Begegnung unserer jungen Menschen leisten wir (...) einen wichtigen Beitrag zur europäischen Integration und insbesondere zum Donau-Kooperationsprozess mit festen, unsere Städte- und Regionen verbindenden Strukturen." Die Zusammenarbeit der Städte und Regionen an der Donau soll in den Bereichen Jugendbegegnungen, Wirtschaft, Wissenschaft & Bildung, Umwelt, Kultur und Tourismus ausgebaut werden. Konkret ist etwa an eine Donau-Akademie, Projekte zur Verbesserung der Wasserqualität, Hochwasserfrühwarnsystem und einen Radwanderweg gedacht. Bereits jetzt sei die gefundene Zusammenarbeit ein Netzwerk von europäischer Bedeutung und ein Paradebeispiel für gelebte europäische Integration. Doch für Langer ist die Unterzeichnung der Erklärung dennoch nur eine Durchgangsstation. Das Ziel: den Begriff "Donauraum" in einem der zentralen Dokumente der EU zu verankern. Dies könnte gelingen, so Langer, wenn 2013 die "Förderräume" der EU neu festgesetzt werden. "Wir wollen ein Mandat innerhalb des Ausschusses der europäischen Regionen erreichen." Was dann der "große Sprung" - auch in Richtung der Fördertöpfe - wäre.

Doch schon jetzt wäre es für Ulm und Neu-Ulm eine "riesige Sache und große Ehre", den Sitz und Präsidenten des Rats zu stellen.

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