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Aktion

31.01.2019

Ulm wird zur deutschen Denkmal-Hauptstadt

Besucher sehen sich beim Tag des offenen Denkmals 2018 das Ulmer Münster an. 2019 sollen Türen und Tore geöffnet werden, die bisher verschlossen waren.
Bild: Dagmar Hub

Der bundesweite Tag des offenen Denkmals wird in der Donaustadt eröffnet. Für die Besucher könnte es besondere Einblicke geben – sogar unter der Erde.

Ulm hatte sich beworben – aber dass die Deutsche Stiftung Denkmalsschutz „seine“ Stadt auswählen als Ort der zentralen Eröffnungsveranstaltung für den Tag des offenen Denkmals 2019 auswählen würde, überraschte Oberbürgermeister Gunter Czisch dann noch ein bisschen. Er freue sich sehr, gestand Czisch Steffen Skudelny, dem Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. „Wir werden einen Kraftakt haben“, kündigte das Stadtoberhaupt an – schließlich wird Ulm zum bundesweiten Repräsentanten der größten deutschen Kulturveranstaltung, seit 1993 kommen jährlich bundesweit etwa 3,5 Millionen Menschen.

Die Freude darüber, dass Ulm als zweite baden-württembergische Stadt am 8. September Ort der bundesweiten Eröffnung sein wird, ist Czisch anzumerken. Auch die Verleihung des Awards für die ausgewählte Stadt steht an diesem Tag für Ulm an. Die Donaustadt wäre zudem Ort der landesweiten Eröffnungsveranstaltung des Tages des offenen Denkmals; dies verschmilzt aber mit der bundesweiten Feier.

Tag des offenen Denkmals findet am 8. September statt

Am 8. September soll es eine von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz konzeptionierte, hochkarätig besetzte und moderierte Open-Air-Eröffnungsveranstaltung mit einem umfangreichen Bühnen- und Rahmenprogramm geben. Dazu gehört das vom Deutschlandfunk produzierte „Grundton D“-Konzert in einem denkmalgeschützten Gebäude, dem der Erlös des Konzerts zufließt. Erfahrungsgemäß, so Skudelny, bedeute die Auswahl einer Stadt auch einen enormen Motivationsschub für Eigentümer eines Denkmals und für Initiativen und Vereine, die sich um Denkmale kümmern.

2019 steht der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Revolutionäre Ideen und technische Fortschritte über alle Jahrhunderte und ihre Auswirkung auf neue Kunst- und Baustile stehen im Fokus des diesjährigen Events. Der Ulmer Münsterplatz, sagt Claus Wolf, Abteilungspräsident des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg, bündele „wie durch ein Brennglas hindurch“ das Motto des diesjährigen Denkmal-Tages mit dem Ensemble des 1377 begonnenen und 1890 vollendeten Ulmer Münsters und dem Stadthaus, das jetzt als zweites Gebäude der Moderne im Denkmalbuch Baden-Württembergs eingetragen ist. Neben dem Stadthaus habe Ulm weitere herausragende Baudenkmale mit Bezug zur Moderne wie die ehemalige Hochschule für Gestaltung und die Bundesfestung Ulm. Auch Wolf ist sehr stolz darauf, dass die bundesweite Eröffnungsveranstaltung nach elf Jahren wieder in Baden-Württemberg und diesmal in Ulm stattfinden wird.

Große Eröffnungsfeier in Ulm

Die Stadt verfüge über eine besonders reiche Denkmallandschaft und habe Leuchttürme, was bestimmte Epochen betrifft, begründet Vorstand Steffen Skudelny die Entscheidung der Stiftung. „Ulm ist eine sehr, sehr gute Wahl“, sagte er. Ein weiterer Grund für die Entscheidung sei die hervorragende Zusammenarbeit mit allen Beteiligten – zum Beispiel mit der evangelischen Gesamtkirchengemeinde und dem Förderkreises Bundesfestung.

Wenn Ulm bundesweit im Fokus des Tages des offenen Denkmals steht, sollen sich für die Besucher auch neue, bislang nicht zugängliche Türen und Tore öffnen. Baubürgermeister Tim von Winning verrät, dass man aktuell zu klären versuche, ob die Keller am Michelsberg öffentlich zugänglich sein können oder nicht. Dabei geht es unter anderem um den Brandschutz. Um am 8. September ein vielfältiges Programm kostenfreier Führungen und Besichtigungsmöglichkeiten anbieten zu können, rufen Wolf und die Stadt Ulm Eigentümer von Denkmalen, aber auch Vereine und Initiativen, die sich um Denkmale kümmern, auf, ihre Objekte zugänglich zu machen und anzumelden. Für die Gesamtkoordination ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz verantwortlich. Sie berät zu allen Themen rund um den Tag des offenen Denkmals.

Die Anmeldung historischer Bauten und Stätten zum Tag des offenen Denkmals ist ab Ende Februar unter www.tag-des-offenen-denkmals.de im Internet möglich. Anmeldeschluss ist Freitag, 31. Mai.

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