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Baden-Württemberg

12.02.2019

Ulmer Firma Liqui Moly investiert Millionenbetrag in Formel 1

Mischt in der Formel 1 mit: Sich selbst bezeichnet Ernst Prost als „Schlossherr, Öl-Fuzzi und Multi-Millionär“.
Bild: Alexander Kaya

Die Ulmer Firma Liqui Moly investiert Millionen, um bei elf Rennen der Motorsport-Königsklasse weltweit sichtbar zu werden. Damit sollen die Umsätze steigen.

Der Ulmer Öl- und Additivspezialist Liqui Moly investiert nach eigenen Angaben einen ungenannten Millionenbetrag in die Rennserie Formel 1, um seine Umsätze zu steigern. Bei elf Rennen wirbt er an der Strecke – als eine von nur wenigen Marken. „Wir hoffen, dass von den mehr als eine Milliarde Zuschauern, die weltweit diesem Spektakel am Fernseher beiwohnen, der eine oder andere auf die Idee kommt, sich mit Liqui Moly näher zu befassen und unsere Produkte zu kaufen“, erklärt Geschäftsführer Ernst Prost.

Nach dem Großen Preis von Bahrain wird das Liqui-Moly-Logo bei der Hälfte der Rennen zu sehen sein. Dafür nimmt das Unternehmen einen Millionenbetrag in die Hand. „Wenn man so viele Menschen weltweit erreichen will, darf man kein Pfennigfuchser sein, sondern muss global denken und gewaltig investieren“, so Ernst Prost. Die Formel 1 ist für die Schmierstoffmarke kein Neuland. In den Nullerjahren war die Firma schon einmal beim Team Jordan engagiert. Die Ulmer Firma beschränkt sich nicht auf Motorsport. Das blau-rot-weiße Logo war und ist in diesem Winter zu sehen bei der Handball-WM, bei der Eishockey-WM, bei der Vierschanzentournee, bei der Ski-WM und in der NBA bei den Chicago Bulls.

Liqui-Moly-Chef Ernst Prost strebt 600-Millionen-Umsatz an

„Wir spüren, dass der Werbedruck in den vergangenen Jahren angestiegen ist“, so Ernst Prost. „Um überhaupt noch wahrgenommen zu werden, müssen wir die Werbetrommel noch fester rühren und noch mehr Geld in die Erhöhung unserer Markenbekanntheit investieren.“ Prost steckt sich Ziele: Nach 545 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr sollen es heuer mindestens 600 Millionen Euro werden, also ein Plus von wenigstens zehn Prozent. Im Vertrieb geht die Firma, die zur Würth-Gruppe gehört, neue Wege. Traditionell verkauft das Unternehmen über unabhängige Importeure. In Italien und Frankreich nimmt Liqui Moly den Vertrieb nun selbst in die Hand. Das freilich koste erst einmal Geld. Aber diese Investitionen zahlen sich langfristig aus, denn in den Ländern schlummere viel Potenzial. (az)

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