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Ulm

23.04.2015

Ulms schmutzige Ecken im Visier

Wie zufrieden sind die Bürger mit der Sauberkeit in der Stadt? Das ließen die Entsorgungsbetriebe über eine Umfrage ermitteln.
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Wie zufrieden sind die Bürger mit der Sauberkeit in der Stadt? Das ließen die Entsorgungsbetriebe über eine Umfrage ermitteln.
Bild: Andreas Brücken

Die Entsorgungsbetriebe ließen Bürger zur Sauberkeit in der Stadt befragen. Schlecht abgeschnitten haben dabei der Hauptbahnhof und der Bereich rund ums Ehinger Tor.

Eine deutliche Mehrheit der Bürger ist mit der Sauberkeit in Ulm zufrieden. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) im Auftrag der städtischen Entsorgungsbetriebe (Ebu) gemacht hat. Knapp 1000 Frauen und Männer wurden dazu voriges Jahr im Stadtgebiet befragt. Im Schnitt vergaben die Bürger die Note 2,8, also „befriedigend“. Das ist ein etwas besseres Ergebnis als bei der letzten Umfrage davor im Jahr 2010. Auch die Zufriedenheit mit der Arbeit der Ebu stieg, hier vergaben die Befragten die Note 2,2. Auffallend war aus Sicht des BUND aber, dass einzelne Orte in der Stadt besonders negativ bewertet wurden, vor allem der Hauptbahnhof und das Ehinger Tor.

Wie Betriebsleiter Michael Potthast im zuständigen Ausschuss des Gemeinderats berichtete, betreiben die Ebu bereits jetzt einen enormen Aufwand, um die viel frequentierten Plätze sauber zu halten. Am Hauptbahnhof werde mindestens drei bis vier Mal täglich gereinigt, am Ehinger Tor immerhin zwei Mal am Tag. Die Umgestaltung der Bahnhofsunterführung habe sich bereits positiv ausgewirkt, befand Katja Adler (SPD). Siegfried Keppler (CDU) beklagte den Zustand des Bahnhofsstegs über die Gleise, der immer wieder stark verschmutzt werde, besonders die Aufzugskabinen. Auch hier seien die Entsorgungsbetriebe dran, versicherte Michael Potthast. „Wir werden nochmals in besondere Reinigungstechnik investieren.“ Auch sollen weitere Papierkörbe – etwa 1000 gibt es bereits im Stadtgebiet – Aschenbecher und Hundekot-Stationen beschafft werden. Teil der Ende 2008 gestarteten Kampagne „ulmsauber“ war auch die Schaffung eines kommunalen Ordnungsdienstes, der zuletzt um zwei Mitarbeiter aufgestockt wurde. Die städtischen Ordnungshüter sollen aber auch Grünanlagen und Kinderspielplätze kontrollieren, Sperrzeiten überwachen, gegen aggressive Bettler vorgehen und vieles mehr. Sie können sich deshalb nur teilweise auch noch um Müllsünder kümmern. Letztlich helfe nur, noch mehr hinterher zu kehren, glaubt Baubürgermeister Alexander Wetzig: „Strafen sind schön und gut, aber wer soll die eintreiben?“

Der hohe Reinigungsaufwand in der Ulmer Innenstadt trägt offenbar Früchte, zumindest aus Sicht der Bürger. So wurden in der Umfrage Grünanlagen, Fußgängerzonen und Straßen diesmal weniger kritisch bewertet als vor fünf Jahren, während Schulen, Häckselplätze und Parkhäuser schlechter beurteilt wurden. Bei den Verunreinigungen empfanden die Befragten Glasscherben, Hundekot, Zigarettenkippen, gelbe Säcke (für die die Entsorgungsbetriebe allerdings gar nicht zuständig sind) und generell „wilden Müll“ als besonders störend.

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