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Gerlenhofen

01.12.2016

Ulrichshalle soll abgerissen werden

Die Mehrzweckhalle in Gerlenhofen wurde Mitte der 70er Jahre gebaut uns ist dringend sanierungsbedürftig. Stadtverwaltung und Politik wollen das Gebäude aber lieber abreißen und eine neue Halle bauen.
Bild: Alexander Kaya

Nach jahrelangen Diskussionen und verschobenen Entscheidungen sprechen sich Neu-Ulms Stadträte für den Bau einer neuen Mehrzweckhalle aus.

Jahrelang wurde darüber diskutiert und eine Entscheidung immer wieder verschoben. Am Mittwochabend fand das Hin und Her rund um die Zukunft der Ulrichshalle in Gerlenhofen ein vorläufiges Ende: Das dringend sanierungsbedürftige Gebäude aus den 70er Jahren soll abgerissen und wenige Hundert Meter westlich davon eine neue Mehrzweckhalle gebaut werden – dafür haben Neu-Ulms Stadträte grünes Licht gegeben. Die Stadtverwaltung plant einen zweigeschossigen Neubau beim Sportplatz am Musikerweg.

Bei rund 20 Gerlenhofer Vereinsvertretern, die der Sitzung des Stadtrates beiwohnten, sorgte diese Entscheidung sichtlich für Erleichterung. Teilweise kämpfen sie seit Jahren für die Sanierung ihrer „Heimat“, wurden aber immer wieder vertröstet. Erst in den vergangenen Monaten kam wieder wirkliche Bewegung in die Angelegenheit, worüber am Mittwoch Vertreter sämtlicher politischer Fraktionen ihre Freude zum Ausdruck brachten und ihren Anteil an der Entwicklung hervorhoben. Tenor: Es wird Zeit, dass endlich etwas passiert. Ein Neubau ist die richtige Entscheidung. Und das Grundstück neben dem Sportplatz ist dafür bestens geeignet.

Warum es auf diese Lösung herauslaufen soll, hatte zuvor Oberbürgermeister Gerold Noerenberg erklärt. Zum einen könne mit einem Neubau an einem Standort verhindert werden, dass die Gerlenhofer Vereine monatelang ohne Mehrzweckhalle dastünden. Zum anderen habe sich der Neubau im Vergleich zur Sanierung im Laufe der Planungen als günstiger herausgestellt. Während eine Generalsanierung die Stadt vermutlich bis zu 5,6 Millionen Euro gekostet hätte, erlegten sich Verwaltung und Politik für einen Neubau nun eine Obergrenze von 5,5 Millionen Euro auf, nachdem sich die geschätzten Kosten zwischenzeitlich in Richtung sieben Millionen „verselbstständigt“ hätten, sagte der Oberbürgermeister. In „konstruktiven Gesprächen“ mit den Vereinen habe man den Betrag reduzieren können.

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Als besonders teuer habe sich der Bau eines Untergeschosses herausgestellt, der im Wesentlichen nur von Keglern und Schützen genutzt werden wird. Aus diesem Grund erklärten die Kegler des FV Gerlenhofen ihr Einverständnis, dass statt vier Einzelbahnen zwei kostengünstigere Doppelbahnen eingebaut werden. Die Sportler von Schützenlust Gerlenhofen sagten zu, den Innenausbau und die Gestaltung der Schießanlage selbst zu übernehmen, um damit weiteres Geld einzusparen.

Überhaupt seien viele Anregungen und Wünsche der Vereine mit in die Planungen aufgenommen worden. So wird es in der neuen Halle die Möglichkeit geben, Räume abzutrennen, sodass bis zu vier unterschiedliche Gruppen gleichzeitig Sport treiben können. Gleichzeitig wird die Zahl der Umkleidekabinen von zwei auf vier erhöht. Außerdem wird überlegt, das bestehende Umkleidegebäude der Fußballabteilung am Sportplatz an die neue Halle anzugliedern, um Synergien zu schaffen.

Die Stadtverwaltung will die Planungen in den kommenden Monaten weiter vorantreiben, sodass die neue Halle in den Jahren 2018 und 2019 gebaut werden könnte. 2020 soll dann die Ulrichshalle abgerissen werden und auf dem frei werdenden Grundstück Platz für Wohnhäuser geschaffen werden.

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