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Neu-Ulm

01.04.2019

Ungewöhnliches aus Ulm und Neu-Ulm: Dieses Design kickt wirklich

Schief ist schön, haben sich die Macher von „Schiefekicker“ gesagt und entsprechende Fußballtische entworfen. Die waren bei der Design-Messe Ulm Unusual ebenso zu sehen wie die handgefertigten Brillen von Achim Hackemesser oder die schwebenden Glühlampen von Scheurer Raumconcepte.
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Schief ist schön, haben sich die Macher von „Schiefekicker“ gesagt und entsprechende Fußballtische entworfen. Die waren bei der Design-Messe Ulm Unusual ebenso zu sehen wie die handgefertigten Brillen von Achim Hackemesser oder die schwebenden Glühlampen von Scheurer Raumconcepte.
Bild: Dagmar Hub

Die Messe Ulm Unusual zeigt zum letzten Mal in Neu-Ulm, was sich mit den richtigen Ideen alles anstellen lässt

Eine Glühbirne schwebt frei über einer kleinen hölzernen Plattform und leuchtet. Ein kurzer Wischer mit der Hand über das kleine Podest und das Licht geht aus. Ein weiterer Wischer: Die Birne leuchtet wieder. Man reibt sich die Augen. Ein Wunder? Nein, hochwertiges Design mit einem ausgeklügelten Elektromagnet-System, das im Sockel eingebaut ist. Scheurer Raumconcepte aus Ulm hat die Lampe mit dem Staun-Effekt bei der diesjährigen vierten Ausgabe der Design-Messe Ulm Unusual vorgestellt, die am Samstag zum letzten Mal im Werk III der Passigatti-Hallen in Neu-Ulm stattfand. Und weil es so schön verblüffend ist, präsentierte Scheurer Raumconcepte auch gleich noch den schwebenden Blumentopf dazu.

Eine Brille wie ein Maßanzug

35 kreative und weitestgehend regionale Anbieter aus dem Design-Bereich sowie aus der Gastronomie präsentierten in Neu-Ulm wieder ihre Ideen einem Publikum, das Freude an schöner und ausgefallener Optik sowie am Überraschenden hat. Achim Hackemesser ist einer von ihnen. Der Augenoptikermeister aus Oberelchingen hat sich auf Unikat-Brillen spezialisiert. Das Wort „Handmade“, das in seine Gestelle eingeprägt ist, stimmt bis ins Detail: Eine Woche arbeitet Achim Hackemesser an einer Brille, die ganz individuell nach dem Geschmack und vor allem auch auf die Gesichts- und Nasenform ihres zukünftigen Trägers zugeschnitten ist. Vier Jahre etwa hat er an der Entwicklung solcher Gestelle gearbeitet, die er heute hauptsächlich aus dem klassischen Werkstoff Horn baut oder auch aus leichtem Alu. „Und ich habe auch Lehrgeld bezahlt“, erzählt er. Denn das Fertigen von Brillengestellen gehört heute nicht mehr zur Ausbildung eines Augenoptikers, Hackemesser hat sich seine Fähigkeiten selbst erarbeitet. Freilich, die Maßanfertigung hat ihren Preis, knapp unter 1000 Euro kostet eines der Unikate.

Ringe aus Schreibmaschinentypen

Wer immer von einem zwei- oder vierrädrigen Oldtimer träumte, den Preis für ein solches Liebhaberstück aber weit außerhalb seines Geldbeutels weiß, konnte sich bei Andi Stephans „Fern-Licht“ einen kleinen Traum erfüllen: Der Stuttgarter stellt aus historischen Fahrzeuglampen und alten Stativen dekorative Upcycling-Lampen her.

Ungewöhnliches aus Ulm und Neu-Ulm: Dieses Design kickt wirklich

Aus unnütz Gewordenem etwas völlig Neues entstehen zu lassen ist derzeit sowieso ein Trend bei Designern. Aus alten Schallplatten, deren Interpreten keiner mehr hören will, können bei „Wandelwerk“ Schüsseln und selbst Postkarten entstehen, aus den Tasten von Schreib- und Rechenmaschinen Ringe. Naturkosmetik, ausgefallene Kleidungsstücke und innovatives Interieur gab es zu bestaunen und zu kaufen – und auch auszuprobieren wie die Fußballtische von „Schiefekicker“, die in Schwarz-weiß-Kontrast daherkommen oder auch in bunten Farben, immer aber mit einem schwungvollen Design, das die Blicke bei der Messe auf sich zog.

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