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Gesundheit

27.07.2019

Uniklinikum kündigt Zusammenarbeit mit RKU auf

Die Hälfte der RKU-Anteile hält das Uniklinikum.

Patienten sollen nicht mehr zwischen den Krankenhäusern hin und her geschoben werden. Einer der Partner wird seine Anteile verkaufen

Das Universitätsklinikum Ulm hat den Vertrag über die Zusammenarbeit mit den Universitäts- und Rehabilitationskliniken RKU zum 31. Dezember 2020 gekündigt. Der Grund seien unterschiedliche Vorstellungen über die strategische Ausrichtung, sagte Professor Udo X. Kaisers, der Leitende Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzender des Uniklinikums. Anfragen bei der RKU-Muttergesellschaft, der Sana Kliniken AG, blieben am Freitag unbeantwortet.

Die RKU sind Kliniken der Maximalversorgung mit den Schwerpunkten Orthopädie und Neurologie. 50 Prozent der Anteile hält das Uniklinikum, die anderen 50 Prozent liegen bei der Sana Kliniken AG. Nach eigenen Angaben halten die RKU 268 Betten vor, im Jahr 2018 wurden 21000 Patienten behandelt. Die RKU beschäftigen 550 Vollkräfte, darunter 90 Ärzte.

„Wir haben seit vier Jahren mit der Sana Kliniken AG verhandelt, aber leider ohne Ergebnis“, sagte Kaisers. Für den Patienten sei die derzeitige Situation unbefriedigend: „Da die Neurologie ein Querschnittsfach der Medizin ist, braucht ein Klinikum wie das Universitätsklinikum Ulm unterm eigenen Dach Neurologen“, erklärte er, „wir haben aber keine eigene Neurologie.“ Es sei nicht länger hinnehmbar, dass Patienten mit einer neurologischen und einer weiteren Erkrankung zwischen Uniklinikum und RKU hin- und hergeschoben würden: „Wir haben der Sana Kliniken AG die Integration angeboten“, so Kaisers, „doch hat Sana eigene, von uns unabhängige Pläne verfolgt.“ Kaisers sieht Synergieeffekte, wenn die Neurologie am Uniklinikum Ulm angesiedelt wird.

Nun bestehen laut Kaisers zwei Optionen: „Entweder übernehmen die Sana Kliniken unsere Anteile zum 1. Januar 2021 oder das Universitätsklinikum Ulm übernimmt die Sana-Anteile.“ In diesem Fall würden alle RKU-Mitarbeiter zu den Konditionen des Landes Baden-Württemberg übernommen. (lmö)

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