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10.11.2016

Unmut über Schandflecke

Was die Bürger in Pfaffenhofen ärgert

Viel hatten die Besucher der Bürgerversammlung in Pfaffenhofen nicht an der Arbeit des Bürgermeisters, der Verwaltung und des Gemeinderats zu bemängeln. Dennoch sprachen sie eine Handvoll Punkte an, die sie stören: zum Beispiel bauliche Ruinen, die das Ortsbild prägen.

Als Dauerbrenner der Ärgernisse erwies sich auch 2016 wieder die leer stehende Äußere Taverne. Was denn mit dem denkmalgeschützten Gebäude im Ortskern geschehen würde, wollten einige Besucher von Bürgermeister Josef Walz wissen. Doch der Rathauschef konnte diese Frage nicht wirklich beantworten. Achselzuckend erklärte er, dass der Besitzer nicht gezwungen werden könne, das Haus zu renovieren. Und er fügte hinzu: „Ich habe dem Eigentümer bereits mehrere Investoren vorgestellt, doch ist es offensichtlich nicht zu einer Einigung gekommen.“

Ebenfalls für Unmut sorgt ein Grundstück am südlichen Ortseingang, auf dem alte Autos abgestellt seien. „Ein Schandfleck für den Ort ist das“, sagte ein Besucher. Bürgermeister Walz erklärte dazu, dass über dem Besitzer bereits eine Nutzungsuntersagung und mehrere Bußgelder ausgesprochen wurden. Doch sei die Durchsetzung eine Angelegenheit, die einen langen Atem bedürfe. „Doch den hat das zuständige Landratsamt“, versicherte Walz.

Auf das Interesse der Besucher stieß auch die Gestaltung der nördlichen Hauptstraße. Hier wollte Walz nicht der Entscheidung des Marktrats vorgreifen. Doch so viel verriet der Bürgermeister den anwesenden Bürgern: „Im Bereich des Friedhofs kommt ein Zebrastreifen.“ Zudem sollen Parkplätze entlang der Friedhofsmauer markiert werden.

Eine Besucherin beschwerte sich des Weiteren darüber, dass vor dem Asylbewerberheim in Diepertshofen oft Müllsäcke herumliegen würden. Walz appellierte daraufhin an das Verständnis der Nachbarn. „Hier sind Menschen aus anderen Kulturkreisen, die sich erst einleben müssen“, sagte er. Doch sei er zuversichtlich, dass das Problem mithilfe des Helferkreises bald gelöst werde.

Walz nahm die Gelegenheit wahr, den Helfern für ihre ehrenamtliche Arbeit zu danken. (anbr)

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