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02.03.2009

Unterer Saal oder Club Orange?

Ulm (roma) - Decke offen, zig Leitern, die Späne fliegen: Im "Unteren Saal" der Volkshochschule wird noch mächtig renoviert. Wenn es mit der geplanten Fertigstellung bis Mittwoch, wo das "Ostzonen-Kino" anläuft, nicht klappen sollte, hat vh-Leiterin Dr. Dagmar Engels noch einen Pfeil im Köcher: "Dann gehen wir in den Club Orange".

Hier sind bereits die orangefarbenen Sessel mit frischem Polster überzogen, Decke und Wände sollen noch folgen. Im "Unteren Saal", dem legendären Kinosaal des Einsteinhauses, der mit der Eröffnung der Ulmer Volkshochschule im Herbst 1968 in Betrieb ging, ist der Fußboden schon fertig. Die östliche Wand wurde mit einem Spezialanstrich überzogen, der eine Projektions-Leinwand überflüssig macht. Was noch ansteht: Die momentan noch offene Decke soll mit schallschluckenden Materialien gefüttert und mit in Paneelen eingearbeiteter, dimmbarer Beleuchtung versehen werden. Außerdem erhält der Untere Saal eine ganz neue Tonanlage nebst einer neuen Vorhangschiene für die filmgerechte Verdunkelung. Dafür kommt die Volkshochschule auf. Für die Kosten von Boden, Decke und Verkabelung ist die Stadt zuständig. Wenn der "Untere Saal" fertig ist, sollen in einem erweiterten Kulturraum neben Filmvorführungen auch Seminare oder Tanz-Theater-Vorstellungen Einzug halten.

Blick zurück: 1968, im Eröffnungsjahr des Einsteinhauses, wo immerhin Autoren wie der 1977 gestorbene Büchner Preisträger Carl Zuckmayer ("Hauptmann von Köpenick") und oder Dramatiker Heinar Kipphardt (gestorben 1982) die Reihe der Autorenlesungen im Club Orange ankurbelten, wurde im November die Reihe der "Kunstfilme" auf dem 35-mm-Bauer-Projektor eingeleitet.

So flimmerte am Donnerstag, 7. November 1968 um 20 Uhr neben einem Filmbericht über den Experimentator Daniel Spörri auch ein Filmfeuilleton über den Barockschatz der Klosterkirche von Ottobeuren über die Leinwand.

Die Projektionsschlitze an der West-Wand des "Unteren Saals" werden erhalten bleiben, ebenso der alte Projektionsraum mit seinem schon historischen Bauer-Filmprojektor, der noch immer wunderbar funktioniert.

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