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Wirtschaft

15.11.2017

Unternehmer entwickeln Ideen mit Legosteinen

Wenn Kreativunternehmer mit Experten aus anderen Bereichen zusammenarbeiten, entstehen spannende Cross-over-Effekte.
Bild: Vanessa Mund, bayernkreativ

Wie Kreative mit Vertretern der Papierbranche in Neu-Ulm an Lösungen für die Zukunft arbeiten

Deutschland ist einer der wichtigsten Standorte der Papierindustrie. Um die Zukunft der Branche zu sichern, sind innovative Produkt- und Geschäftsideen gefragt. Das „Ideenlabor Zukunft Papier“ sollte ausloten, welche Impulse Kultur- und Kreativschaffende geben können. Die Gesellschaft Bayern Innovativ und das Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft haben es auf Initiative des Bayerischen Wirtschaftsministeriums beim Neu-Ulmer Logistiker Harder Logistics ausgerichtet.

Sebastian Thies stellt in dritter Generation Schuhe her. Eigentlich wäre das nicht aufsehenerregend, doch für seine ungewöhnlichen Schuhmodelle wurde Thies vielfach ausgezeichnet, unter anderem als Kultur- und Kreativpilot der Bundesregierung. Bei seinen Entwürfen experimentiert er mit Materialien, die bisher keine Anwendung in der Schuhproduktion fanden – unter anderem mit Metall, Stein und Holz.

Doch was kann ein Kreativunternehmer wie Thies für die bayerische Papierindustrie tun? „Jede Menge!“ findet Andrea Niedzela-Schmutte vom Bayerischen Wirtschaftsministerium. „Die Kreativwirtschaft kann Potenziale und Lösungsansätze aufzeigen, die durch klassische Methoden unentdeckt bleiben.“ Sie sei ein wichtiger Partner für die Einführung von Neuheiten und die Entwicklung von Problemlösungskompetenzen. Gerade die Herausforderungen der Digitalisierung könnten mit kreativen Methoden besser bewältigt werden, sagt die Leiterin des Referats für Kultur- und Kreativwirtschaft und Design.

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Mit den Ideenlaboren, die vierteljährlich bewusst außerhalb der großen Metropolen in allen bayerischen Regionen stattfinden, will das Ministerium Impulse dafür geben. Ziel der Ideenlabore ist es, konkrete Strategien zu erarbeiten, wie sich die aktuellen Herausforderungen einer Branche in der nahen Zukunft lösen lassen. Dazu arbeiten Kultur- und Kreativschaffende mit Unternehmern, Technologieexperten, Wissenschaftlern und Branchenexperten zusammen.

Gastgeber des Ideenlabors „Zukunft Papier“ war jetzt das Neu-Ulmer Unternehmen Harder Logistics. Der Logistikdienstleister hat mit der Papierindustrie zwar nur indirekt zu tun. Doch Geschäftsführer Marcello Danieli freute sich darüber, eine Gelegenheit zum Netzwerken geben zu können. Eine eigens umgestaltete Lagerhalle bot den Raum für den Workshop, bei dem Unternehmer und Technologieexperten aus dem Umfeld der Papierindustrie mit Designern, Kommunikationsspezialisten, Spieleentwicklern und Künstlern mit den Regeln ihrer Branche brachen. Nach intensivem Ideensammeln, um die Ecke Denken und einem kritischem Austausch der vier Arbeitsgruppen entstanden beeindruckende Lösungsansätze mit und aus Papier: Vom Projektmanagement für Wachstumsunternehmen über digitale Geschäftsmodelle für Logistikunternehmen, intelligente Verpackungsboxen für die Nahrungsmittelbranche bis zu modularen Wohnraumlösungen. Die Prototypen wurden aus Lego gebaut. (az)

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