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Kampf gegen Lärm

12.03.2018

Unterstützung aus dem Bundestag

Die Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz (mit grüner Jacke) machte sich direkt an der Autobahn ein Bild.
Bild: Andreas Brücken

Abgeordnete Ekin Deligöz informiert sich bei Elchinger Bürgerinitiative

Im Kampf für einen besseren Lärmschutz hat die Elchinger Bürgerinitiative (BI) nun auch Unterstützung der Grünen Bundestagsabgeordneten Ekin Deligöz bekommen. Zusammen mit Mitgliedern der Initiative machte sich die Politikerin entlang der geplanten Baustelle ein Bild von der Situation vor Ort.

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Der Vorsitzende Harald Gaule wählte als Treffpunkt ganz gezielt eine „prekäre Stelle“, wie er sagte, um den Lärmpegel, der von der Autobahn ausgeht, deutlich zu machen. Auch wenn sich deshalb die Teilnehmer am nördlichen Ortsrand von Thalfingen anschreien mussten, um sich gegenseitig zu verstehen, waren die Standpunkte doch bald klar. Während viele Elchinger Bürger keinen Zweifel an der Notwendigkeit des Autobahnausbaus haben, zeigte die Grünen Abgeordnete nur wenig Verständnis für die Baumaßnahme. Deligöz versuchte stattdessen das Übel an der Wurzel zu beschreiben: Schließlich sei das zunehmende Verkehrsaufkommen auf der Autobahn unter anderem eine Folge dessen, dass unter anderem die Bahn immer mehr Lastwagen auf die Straßen schicken würde.

Dass Lärmschutzfenster, wie sie von der Planungsbehörde angeboten wurden, keine Alternativen seien, waren sich die Mitglieder der BI und Deligöz einig. Ebenfalls unterstützte die Bundestagsabgeordnete die von der BI geforderte Lärmschutzwand. Wie berichtet wollen die BI-Mitglieder sich für eine Wand, satt eines bis zu 20 Meter hohen Erdwall einsetzen.

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Ebenfalls kritisiert wurden von den Teilnehmern der Ortsbegehung der geplante Parkplatz nördlich von Thalfingen, der um die zwölffache Größe erweitert und damit bis zu 60 Lastern Platz bieten soll. Gemeinderätin Batke (Unabhängige freie Wählergemeinschaft Elchingen) erklärte dazu, dass die Gemeinde ohnehin durch zwei Autobahnen und das Autobahnkreuz bereits große Flächen verloren hätte. Ausgleichsflächen, wie sie von der Autobahndirektion ausgewiesen werden müssten, stünden auf Elchinger Flur gar nicht zur Verfügung, erklärte Batke weiter.

Weil Entscheidungen über eventuelle Planungsänderungen letztlich von der zuständigen Behörde getroffen werden, konnte auch die Bundestagsabgeordnete den Elchinger Bürgern keine Zusagen machen. Doch ermutigte sie die BI-Mitglieder, weiterhin für ihre Interessen einzutreten und die Unterstützung in den Bundes- und Landesministerien zu suchen. „Kämpfen Sie weiter – wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ (anbr)

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