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Weißenhorn/Neu-Ulm

04.05.2018

VR-Bank geht die nächste Fusion ein

Das neue Verwaltungsgebäude der VR-Bank Neu-Ulm an der Herzog-Georg-Straße in Weißenhorn soll im Juni 2018 eröffnet werden.
Bild: Jens Noll

Einstimmig spricht sich die Vertreterversammlung für die Verschmelzung mit der Raiba Holzheim aus. Bald kann auch ein neues Gebäude bezogen werden.

Franz Spiegler kennt das Prozedere schon. In seiner Zeit als Aufsichtsrat erlebt er nun schon die dritte Fusion der jetzigen VR-Bank Neu-Ulm: Nach den Verschmelzungen der Raiffeisenbank Neu-Ulm/Weißenhorn mit der Pfaffenhofer Genossenschaft (2000) und mit der Volksbank Neu-Ulm (2015) kommt nun der Zusammenschluss mit der Raiffeisenbank Holzheim. Einstimmig haben sich die anwesenden 176 Vertreter auf ihrer Versammlung am Mittwochabend in der Weißenhorner Fuggerhalle dafür ausgesprochen. „Damit wurde sicherlich die richtige Entscheidung getroffen, sowohl für uns, als auch für die Kunden und Mitarbeiter in Holzheim“, sagte Spiegler.

Anders als auf der Hauptversammlung der Raiba Holzheim eine Woche zuvor gab es diesmal keinerlei Nachfrage aus dem Publikum und keine Diskussion über die geplante Fusion. Die Mitglieder der Holzheimer Bank hatten nur mit 80,2 Prozent dafür gestimmt. Wie Aufsichtsratschef Spiegler betonte auch der Vorstandsvorsitzende der VR-Bank Neu-Ulm, Wolfgang Seel, auf der Versammlung in Weißenhorn die Notwendigkeit der Verschmelzung beider Genossenschaften. Nur gemeinsam könne die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Geldinstituts langfristig gesteigert werden. „Die geplante Fusion ist auch der notwendige Schritt, um den Mitarbeitern der Raiba Holzheim eine Zukunftsperspektive bieten zu können“, sagte Seel. Er versicherte, dass kein Angestellter wegen der Verschmelzung seinen Arbeitsplatz verlieren werde.

Die technische Zusammenführung beider Genossenschaften ist für Ende Oktober vorgesehen. Mit Holzheim und Finningen kommen zu den 15 Geschäftsstellen der VR-Bank dann noch zwei hinzu. In Holzheim will die Bank künftig das Service- und Beratungsangebot ausweiten. Der Vorstand um Wolfgang Seel, Alois Spiegler und Steffen Fromm wird allerdings nicht größer. Der Vertrag von Herbert Schnabel, Vorstandschef der Raiba Holzheim, läuft Ende des Jahres aus und wird nicht verlängert, wie Seel sagte. Dafür wächst der Aufsichtsrat der künftigen VR-Bank Neu-Ulm: Der Finninger Peter Heinz, derzeit im Holzheimer Gremium, wird sich zu den 16 anderen Aufsichtsräten gesellen. Auch dafür gaben die Vertreter ihre Zustimmung.

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Bei den Geschäften der VR-Bank standen die Zeichen schon im vergangenen Jahr auf Wachstum: Die Kundeneinlagen bei der zweitgrößten Genossenschaftsbank in Bayerisch-Schwaben stiegen 2017 um 6,3 Prozent auf rund 1,35 Milliarden Euro, das Kreditgeschäft legte um 6,9 Prozent auf etwa 1,31 Milliarden Euro zu. Im Vergleich zu anderen bayerschen Genossenschaftsbanken stieg die Bilanzsumme mit 7,2 Prozent überdurchschnittlich, nämlich von 1,6 auf 1,7 Milliarden Euro. Der Bilanzgewinn erhöhte sich auf 2,4 Millionen Euro. Wie im Vorjahr folgten die Vertreter dem Vorschlag des Aufsichtsrats, eine Dividende von drei Prozent auszuschütten.

Über zwei prominente Immobilien der Bank informierte Vorstandsmitglied Alois Spiegler. Das neue Verwaltungsgebäude gegenüber des Bahnhofs in Weißenhorn werde bald fertig sein und Anfang oder Mitte Juni von 50 Mitarbeitern bezogen, berichtete er. Das Haus sei an das Fernwärmenetz angeschlossen und versorge sich über eine Fotovoltaikanlage selbst mit Strom.

Einige Probleme bereitet der Bank hingegen die Bausubstanz der Immobilie Marienstraße 2 in Neu-Ulm. Seit 2016 sind Arbeiter an dem Ärzte- und Bürogebäude tätig. Wenn alles fertig ist, soll im Erdgeschoss des Hauses wieder die Geschäftsstelle der Bank einziehen, die früher schon drin war. Allerdings in neuem Gewand: Spiegler sprach von einer „Zukunftsfiliale“, in der die VR-Bank auch das ein oder andere neuartige Angebot ausprobieren wolle.

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