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Pfaffenhofen

23.11.2019

Vereine bekommen Geld für Feuerwehreinsätze zurück

Geld gibt es etwa für Feuerwehreinsätze bei Faschingsumzügen.
Bild: Alexander Kaya

Pfaffenhofen will die Kosten für Feuerwehr und Bauhof bei öffentlichen Veranstaltungen erstatten. Auch in Sachen Radschutzstreifen tut sich etwas.

Gute Nachrichten für alle gemeinnützigen Vereine und Kirchengemeinden in Pfaffenhofen: Egal ob Marktlauf, Faschingsumzug oder Kommunionskinderzug – der Markt erstattet künftig die Kosten für die Einsätze der Feuerwehr und des Bauhofs bei solchen Veranstaltungen. Das Geld bekommen die Organisationen über einen kleinen Umweg zurück. Wie das funktioniert, diskutierte der Marktrat in seiner Sitzung am Donnerstag.

Bereits im Juni dieses Jahres hatten die Markträte wie berichtet beschlossen, Vereinen die Gebühren für Schankgenehmigungen und verkehrsrechtliche Anordnungen bei ihren Festen zu erstatten. Diese Ausnahmeregelung gilt nur für Feiern, bei denen kein Eintritt verlangt wird. Weil der Markt allerdings gesetzlich verpflichtet ist, diese Gebühren einzufordern, bekommen die Vereine das Geld über die Förderzuschüsse zurück, die um einen entsprechenden Betrag erhöht werden. Diesen Zuschuss müssen die Vereine jeweils im Rathaus beantragen. Das gleiche Prozedere beschloss der Marktrat nun einstimmig für die Kosten für die Einsätze der Feuerwehr und des Bauhofs bei Vereinsveranstaltungen.

Mehr zum Thema: Vereine können künftig feiern ohne draufzuzahlen

Vereine bekommen Geld für Feuerwehreinsätze zurück

Einen entsprechenden Antrag hatte Karlheinz Thoma (SPD) gestellt. Der Beschluss für die Gebührenerstattung für Vereinsveranstaltungen berücksichtige zwei weitere, noch größere Kostenfaktoren nicht, lautete seine Begründung. Nämlich eben jene Einsatzkosten für Feuerwehr und Bauhof. Faschingsvereine müssen zum Beispiel die Feuerwehrleute bezahlen, die einen Umzug absichern. Der Bauhof wiederum stellt Verkehrsschilder auf, auch das kostet die Vereine Geld. „Hier werden insgesamt ganz schnell vierstellige Beträge erreicht“, sagte Thoma.

Das bestätigten auch die Zahlen der Verwaltung, die in der Sitzung exemplarisch vorgetragen wurden. In diesem Jahr habe die Feuerwehr für drei Vereinsveranstaltungen – die Faschingsumzüge in Pfaffenhofen und Biberberg sowie der Marktlauf – insgesamt 3627,19 Euro berechnet. Die neue Regelung solle sich auch auf erbrachte Leistungen aus der Vergangenheit erstrecken, forderte der Antragsteller. Thoma betonte zudem, dass die Zuschüsse ausschließlich an gemeinnützige Vereine und Kirchengemeinden gezahlt werden sollen. Das sahen auch die anderen Markträte so und stimmten dem Antrag allesamt zu.

Der Fahrradschutzstreifen auf der Hauptstraße kommt

Neuigkeiten gibt es auch beim geplanten Fahrradschutzstreifen in der Pfaffenhofer Hauptstraße. Wie berichtet, wünscht sich der Marktrat einen solchen Schutzstreifen im südlichen Teil der Hauptstraße in Fahrtrichtung Weißenhorn zwischen dem Geheimrat-Seitz-Weg und der Sonnhalde. Einen entsprechenden Antrag reichte die Verwaltung vor wenigen Wochen beim Staatlichen Bauamt ein. „In den vergangenen Monaten hat sich auf der Strecke eine äußerst unbefriedigende Parksituation entwickelt, die für Radfahrer sehr gefährlich ist“, begründete Thoma damals seinen Antrag im Gremium.

Mehr zum Thema: Marktrat will die Radler auf der Hauptstraße schützen

Parkende überbreite Anhänger und große Fahrzeuge wie Lastwagen würden vorbeifahrende Radfahrer fast in die Straßenmitte zwingen. Zudem ist der Abschnitt im Schulwegplan als Schulweg vorgeschlagen, weshalb Thoma von einer besonderen Gefahr für die Schulkinder ausgeht. Diese Gefahr soll nun gebannt werden. Verantwortliche des Staatlichen Bauamts inspizierten die Lage vor Ort und erteilten dem gewünschten Fahrradschutzstreifen daraufhin eine Zusage. Die rechtlichen Voraussetzungen dafür seien gegeben. Wann die Arbeiten für den Schutzstreifen beginnen werden, steht aktuell noch nicht fest.

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