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27.03.2009

Verjüngungskur bei der Kreis-CSU: Freudenberger folgt auf Schmid

Landkreis Riesen-Überraschung beim CSU-Kreisverband Neu-Ulm: Entgegen seiner bisherigen Absicht wird sich der Landtagsabgeordnete Peter Schmid nicht mehr für den Kreisvorsitz bewerben. Der 62-Jährige will den Weg frei machen für eine Verjüngungskur der Partei. Sein Nachfolger wird mit hoher Wahrscheinlichkeit der CSU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Thorsten Freudenberger. Der 36 Jahre alte Pädagoge will die übrige Führungscrew im Kreisvorstand ebenfalls verjüngen, hieß es gestern aus informierten Kreisen.

Morgen will die christsoziale Führungsspitze im Klostergasthaus Roggenburg die Marschroute festlegen für die Wahl des Kreisvorstandes, die am Freitag, 3. April, stattfindet. Wie gestern zu erfahren war, gibt es im Kreisverband einflussreiche Kräfte, die eine Verjüngung der Führungsmannschaft gefordert haben. Denen wollte sich Peter Schmid offenbar nicht in den Weg stellen. Schon vor Monaten hatte er gegenüber der NUZ erklärt, dass er nicht an seinem Stuhl klebe. Allerdings hatte sich in einer internen Aussprache zunächst niemand gemeldet, der Schmid den Kreisvorsitz streitig machen wollte.

Innerhalb der letzten drei Wochen habe sich jedoch "eine andere Situation" ergeben. Thorsten Freudenberger, der den Bezirksvorsitz der Jungen Union in diesem Jahr altershalber abgeben muss, ist bereit, für den Vorsitz der CSU im Landkreis Neu-Ulm anzutreten. Allerdings hat er seine Kandidatur auch an Bedingungen geknüpft. So will er sich sein eigenes Führungsteam zusammenstellen, mit dem er die nächsten Jahre zusammenarbeiten kann. Wie es hieß, kommt es möglicherweise zum großen Stühlerücken. Zur Disposition stehen die Stellvertreterposten. Dem Vernehmen nach seien der Pfaffenhofer Bürgermeister Josef Walz und sein Roggenburger Kollege Franz-Clemens Brechtel "Wackelkandidaten", die in den internen Vorgesprächen signalisiert haben sollen, dass sie den Verjüngungsplänen nicht im Weg stehen werden und auf eine erneute Kandidatur verzichten würden.

Wie es gestern weiter hieß, gibt es auch Bestrebungen, sie durch jüngere CSU-Leute zu ersetzen. Freudenberger soll unter anderem Susanne Salzmann aus Pfuhl als seine Wunschkandidatin für einen der Vize-Posten ins Gespräch gebracht haben.

Thorsten Freudenberger gilt schon seit Jahren als Hoffnungsträger der Kreis-CSU. Seine Leistungen sind den Parteioberen nicht im Verborgenen geblieben. Möglicherweise will er Landrat Erich Josef Geßner beerben, der in fünf Jahren altershalber nicht mehr kandidieren kann.

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