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02.03.2009

Verkehrsfunk ausgeschaltet

Was die Sonne so alles bewirkt: In Damaskus schlafen die Menschen, wenn die Mittagshitze über den Dächern brütet, drei Stunden. Das sagt zumindest der syrische Autor Rafik Schami, Autor des realistischen Märchens "Das Geheimnis des Kalligraphen". In Deutschland ist es schon lange kein Geheimnis mehr, dass dieser Winter einfach viel zu lange dauert. Doch Siesta ist hierzulande bekanntlich ein Fremdwort.

Wenn die lang vermisste Sonne endlich einmal den Märzen erahnen lässt, treibt es die Menschen so richtig um: raus, Bewegung, tief durchatmen. Da wirken zehn Grad plus schon wie ein kleiner Frühsommer. Eine Pferdekutsche rattert vorbei. Die Stockenten joggen durchs Revier. Verkehrsfunk ausgeschaltet: Die Blechlawinen ins Allgäu interessieren hier niemanden.

Die umliegenden Felder spiegeln die Qualitäten der Mecklenburgischen Seenplatte. Auf der Schwäbischen Alb werden Möwen gesichtet. Vorsicht Autofahrer. Das Schmelzwasser kann auch kleine Straßen in Sturzbäche verwandeln. Kleinkinder schwimmen wie immer gegen den Strom: Sie lassen voller Begeisterung Fontänen aufspritzen. Die Feuerwehr legt eine Nachtschicht ein, um mit mächtigen Strohballen tief liegende Häuser vor der Schneeschmelze zu schützen. Eis gibt's am nächsten Wochenende nur noch in Kühltruhen und Eisdielen, die überwinterten. Was ist das plötzlich für ein Nebel? Frühling, you can do. Winter, you can go.

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