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Verkehrsunfälle im Kreis-Neu-Ulm: Jeder sollte mehr Rücksicht nehmen

Kommentar Von Carolin Lindner
19.02.2021

Plus In der Corona-Zeit sind viele auf den Straßen im Landkreis Neu-Ulm und in Ulm gestresst. Doch gerade dann gilt es, mehr auf die anderen zu achten.

Bei schönem Wetter zieht es viele Menschen nach draußen - vor allem in Zeiten der Corona-Pandemie war das in den wärmeren Monaten noch stärker wahrzunehmen. Kein Wunder: Vieles war und ist nicht erlaubt, trotzdem muss jeder mal aus den eigenen vier Wänden und wenigstens bei einem kleinen Ausflug auf andere Gedanken kommen. Beliebte Spazierwege an Iller und Donau waren schon von Weitem an bunten Jacken der vielen Spaziergänger zu erkennen, kleine Kinder tobten sich auf ihren Laufrädern aus und die zahlreichen Radler auf Fahrradwegen ließen kaum mehr Platz dazu, langsamere Fahrer zu überholen.

Wer solche Bilder gesehen hat, kann nachvollziehen, dass es im Jahr 2020 mehr Unfälle bei den Fahrradfahrern gab. Schön ist es aber natürlich dennoch nicht: Die Unfallzahlen des Polizeipräsidiums zeigen erneut, wie wichtig es ist, aufeinander achtzugeben. Verständlicherweise sind viele gerade in der derzeitigen Corona-Zeit und bei all den Schwierigkeiten mit ihren Gedanken woanders oder auch schneller reizbar. Mit Sicherheit ist es aber genau in diesen Zeiten besonders wichtig, andere nicht aus dem Blick zu verlieren.

Unfälle: Viele Radfahrer überschätzen ihre Fähigkeiten

Die Entwicklung rund um die Radunfälle bereitet auch der Polizei Sorgen, da die Unfallzahlen insgesamt - über alle Verkehrsteilnehmer verteilt gesehen - in Ulm und im Landkreis Neu-Ulm zurückgegangen sind. Und gerade Radler sind durch ihren fehlenden Schutz besonders gefährdet. Die Polizei tut gut daran, in diesem Bereich mehr zu kontrollieren. Vielleicht reicht bei manchen schon mal der Hinweis, besser einen Helm aufzusetzen oder eine Warnweste über die Jacke zu streifen. Außerdem überschätzen offenbar immer noch zu viele Menschen ihre Fähigkeiten auf dem Fahrrad - egal ob E-Bike oder normales Rad, egal ob in Sachen Geschwindigkeit oder Verkehrsregeln.

Jeder Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer sollte regelmäßig auf sich selbst schauen und sich fragen, ob er aufmerksam genug unterwegs ist, und auch andere im Blick haben, die vielleicht gerade nicht so aufmerksam sind. Denn jeder Tote und jeder Verletzte im Straßenverkehr ist einer zu viel - und hätte möglicherweise vermieden werden können.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Weniger Verkehrsunfälle im Landkreis Neu-Ulm - außer bei den Radlern

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