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Knöllchen

30.04.2015

Verkehrswächter fahren in Senden ein Minus ein

In Senden wurden 2014 280000 Parktickets ausgegeben.
Bild: Häusler

Stadträte von CSU und BiSS üben Kritik an der Bilanz: Geht es wirtschaftlicher?

Weniger Verkehrssünder hat die Kommunale Verkehrsüberwachung (KVÜ) in Senden im Jahr 2014 erwischt – das Defizit fällt deshalb höher aus, als noch im Jahr davor. Dies konnten die Mitglieder des Sendener Bau- und Umweltausschusses beim Blick in die Bilanz erfahren. Außerdem ging es um marode Brücken, eine Asylbewerberunterkunft und den Umbau der Aufheimer Schule. Hier ein Überblick.

Der marode Steg über den Mühlbach nahe der Lusthauser Straße soll abgebrochen werden. Die Mitglieder des städtischen Planungs- Bau- und Umweltausschusses stimmten diesem Vorschlag der Verwaltung am Dienstag nach einer Ortsbesichtigung zu. Er wird durch einen neuen Steg ersetzt.

Wegen starker Korrosionsschäden an den Stahlträgern war der Steg an der Lusthauser Straße bereits gesperrt worden. Nach dem Abbruch soll wenige Meter entfernt ein neuer Steg gebaut werden. Ebenfalls schon gesperrt ist die Brücke über den Mühlbach in Freudenegg, deren Belag kaputt ist. Nachdem die Stadtverwaltung eine Sanierung als unwirtschaftlich einstuft, soll sie abgerissen werden. Im kommenden Jahr soll außerdem der Bodenbelag des Stegs am Ende des Werkkanals erneuert werden. Um ihn künftig vor Überflutung zu schützen soll er um einen Meter höher verlegt werden. Zum Beschluss des Ausschusses gehört auch, dass sich die Verwaltung bezüglich Fördermöglichkeiten etwa von Landkreis oder dem Projekt „Leader“ erkundigt.

Vorgelegt wurde dem Ausschuss das Ergebnis der KVÜ fürs vergangene Jahr: 2014 muss die Stadt dafür ein Minus von rund 3300 Euro begleichen. Die KVÜ überwacht Senden, Illertissen, Unterroth und Vöhringen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die festgestellten Verstöße in der Innenstadt um 180 gesunken, im fließenden Verkehr aber um 56 angestiegen. An den Baggerseen wurde im Gegensatz zur City ein kleines Plus erzielt: 727 Euro blieben übrig. Insgesamt wurden im Jahr 2014 im Rahmen der Parkraumbewirtschaftung 59600 Euro eingenommen. Die Kraftfahrer lösten rund 280000 Tickets, 9300 davon an den Baggerseen. Unterwegs waren die Kontrolleure der KVÜ in Senden 963 Stunden lang.

CSU-Fraktionschef Walter Wörtz regte an, die Stadt möge nach Möglichkeiten suchen, die Verkehrsüberwachung wirtschaftlicher zu gestalten. „Unter Umständen könnten wir eine Optimierung der Überwachungszeiten herstellen.“ Über Änderungen wollte auch Yusuf Cinici (BiSS) nachdenken, der glaubte, das Defizit werde mit nur einem Kooperationspartner geringer ausfallen. In jedem Fall, so Bürgermeister Raphael Bögge, komme es darauf an, dass das Minus nicht anwachse. Im Vorjahr hatte das Defizit nur rund 1800 Euro betragen, 2012 allerdings lag es mit 18300 Euro wesentlich höher.

Zugestimmt haben die Räte neuen Plänen für die ehemalige Aufheimer Schule. Die neuen Besitzer möchten das seit Jahren leer stehende Gebäude in ein Wohnhaus umwandeln. Zuletzt hatte sich in der Hausener Straße 5 die Gaststätte Hoigärtle befunden, doch seit 2003 wird das Gebäude nicht mehr genutzt. Das unter Denkmalschutz stehende Haus soll nun hergerichtet und mit einem Balkon, einer Garage sowie Stellplätzen versehen werden.

Eine Absage erteilte der Ausschuss hingegen dem Bauantrag eines Investors, der plante, in der Daimlerstraße eine Gemeinschaftsunterkunft für soziale Zwecke zu errichten. Ein Unternehmen aus Ehingen hatte ein Wohnheim für 48 Asylbewerber beantragt.

Der Ferdinand-Lasalle-Weg im Gewerbegebiet Süd soll ab September ausgebaut werden. Die Kosten liegen bei rund 160000 Euro. Bewilligt wurde der Bebauungsplanentwurf Junkeräcker, der umgeplant worden war. Die Grundstücksgrößen seien der Nachfrage angepasst worden, so der Bürgermeister. Möglich sind dort nun außerdem – wenn auch nur in Ausnahmefällen – die Ansiedlung von Sportstätten oder Tankstellen, die in der früheren Satzung ausgeschlossen waren.

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