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Gewerbepark

02.05.2015

Verspäteter Spatenstich

Mit GPS-Unterstützung bewegen Bauarbeiter mit schweren Maschinen die Erdmassen für das neue Gewerbegebiet in Nersingen zwischen B10 und A7.
Foto: A. Brücken

Bauherren und Politiker sind erleichtert, dass die Arbeiten an der B10 in Nersingen endlich gestartet sind

Wenn auch der erste Spatenstich durch die Vertreter der Baufirmen und Verwaltungen nur symbolisch war, kam er doch etwas zu spät. Denn schon seit drei Wochen bewegen Planierraupen, Muldenkipper und Bagger die Erdmassen auf dem Gelände zwischen der A7 und der Bundesstraße 10. Rund 20000 Kubikmeter Schotter und Erde werden bis zur ersten Fertigstellung im Oktober für das neue Gewerbegebiet aufgeschüttet. Damit der erste Bauabschnitt bald begonnen werden kann, muss das 60000-Quadratmeter-Areal auf die Bauhöhe angeglichen und die Kanalisation fertiggestellt sein.

Schon vor fünf Jahren ist Investor Bernhard Golsner auf die Verantwortlichen im Nersinger Rathaus zugegangen und hat sein Interesse an dem Areal angezeigt. Schließlich würde die nahe Autobahn täglich von 40000 und die Bundesstraße von 15700 Fahrzeugen befahren und stelle als Verbindung zwischen dem Oberzentrum Ulm und Neu-Ulm sowie dem Allgäu einen attraktiven Verkehrsknotenpunkt dar, sagte Golsner. Doch bevor sich der erste Bauabschnitt abzeichnete, mussten nicht nur gewaltige Erdmassen bewegt werden. Denn auch andere Steine legten sich in den Weg des Projektes. Schon im Vorfeld zeichnete sich die verkehrliche Erschließung an der stark befahrenen Bundesstraße als schwierig ab. Die Entscheidung ist nach einem Gutachten auf eine Kreisverkehrslösung mit Bypass gefallen, mit deren Bauarbeiten Mitte Juli begonnen werden sollen.

Auch hätten sich die Zuständigkeiten während der Planung verändert, was den Termin für den Spatenstich weiter verzögerte. Bürgermeister Erich Winkler (CSU) verbarg am Tag des Spatenstichs seine Erleichterung nicht, als er scherzhaft verriet: „Ich habe immer nur gehofft, dass die Firma Golsner schon so viel Geld in das Projekt investiert hat, dass sie nicht mehr so einfach aussteigen wird.“ Dabei dankte er dem Investor für seine langjährige Geduld.

Landrat Thorsten Freudenberger (CSU), der ebenfalls zum Spaten griff, sprach die Umweltverträglichkeit des Projektes an. In einem hochverdichteten Raum, wie es der Landkreis sei, müssten Konzepte, die ein höheres Verkehrsaufkommen mit sich bringen, besonders kritisch betrachtet werden. Gerade deshalb sei der Standort für das Gewerbegebiet an einem bestehenden Verkehrsknotenpunkt und abseits einer Wohnbebauung gut ausgewählt. Schon im Oktober soll eine Tankstelle hier eröffnen. Auch die Spedition Amenda wird ihren Standort von Neu-Ulm nach Nersingen in das Gewerbegebiet verlagern. Geheimnisvoll gibt sich Golsner jedoch noch beim Namen der geplanten Gastronomie. Nur so viel sei verraten: Sie solle sich nach den Bedürfnissen der Reisenden richten. Mit zwei oder drei Partnern aus der näheren Umgebung sei man derzeit im Gespräch und zuversichtlich, eine gute Lösung zu finden.

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