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Ulm

13.05.2019

Viele Baustellen rund um die Sedelhöfe

An der Ecke Keltergasse/Heigeleshof entsteht die Zufahrt für das neue Parkhaus Sedelhöfe, das Platz für 700 Autos bietet.
Bild: Alexander Kaya

Das 220-Millionen-Euro-Projekt beim Ulmer Hauptbahnhof wirkt sich auch auf einen Neubau aus. So wird die Zufahrt zum neuen Parkhaus geregelt.

Die Sedelhöfe und das benachbarte Gebäude Bahnhofplatz 7 werden den Eingang zur Ulmer Innenstadt prägen. Derzeit prägen die Großbaustellen die Umgebung – und wirken sich auch auf weitere Projekte aus. Rund um das 220-Millionen-Euro-Projekt Sedelhöfe werden Straßen und Gassen umgebaut und umgestaltet. Der Einfachheit halber Sedelhöfe-Investor DC die Umbauarbeiten, das Geld kommt größtenteils von der Stadt. Die Aufgaben sind nicht einfach. Unter anderem muss die Zufahrt für das neue Parkhaus geregelt werden, das 700 Stellplätze fasst.

In der Bahnhofstraße 13 befindet sich die Neue Apotheke. Der Eigentümer, Apotheker Alfred Rohmer, will das Nachkriegsgebäude abreißen und höher und größer neu errichten lassen: auf zwei Etagen soll die Apotheke Platz finden, auf vier Stockwerken ziehen Arztpraxen ein und im zurückgesetzten Dachgeschoss wird eine Wohnung eingerichtet. Letzteres war ein Wunsch der Stadt, dem der Eigentümer nachgekommen ist.

Lesen Sie hier mehr über das Projekt Neue Apotheke.

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Die Neue Apotheke wird in Zukunft genauso hoch sein wie das nebenan liegende Gebäude, in dem die Südwestbank ihre Filiale betreibt. Aus Sicht der Stadtverwaltung ist der Neubau ein großer Gewinn für die Stadt, sagte Peter Rimmele, Abteilung Städtebau und Baurecht, in der Sitzung des Bauausschusses. Er dankte dem Bauherrn für die große Kooperationsbereitschaft – nicht nur bei der Wohnung, sondern auch beim Termin. Die Arbeiten sollen im April 2020 beginnen, deutlich später als ursprünglich geplant. Das liegt an den Sedelhöfen, die den Bauablauf der Neuen Apotheke einschränken.

Sedelhöfe Ulm: Neuer Eingang zur Innenstadt

Neu gestaltet werden sollen auch umliegende Straßen und Gassen: Die Kelter-, die Sedelhof- und die Mühlengasse. Die Bauarbeiten haben die Oberflächen mitgenommen, zudem muss das Höhenniveau an einigen Stellen angepasst werden. Eine Sanierung war aber schon vor Beginn der Großprojekte nötig. Neu dazu kommt, dass Lieferfahrzeuge das Einkaufsquartier anfahren müssen und dass das Parkhaus der Sedelhöfe zusätzlichen Verkehr anzieht. Fahrer aus Richtung Neue Straße/Friedrich-Ebert-Straße sollen nach rechts in die Keltergasse einbiegen und so zum Parkhaus gelangen. 700 Stellplätze entstehen dort. Wer aus der Neutorstraße kommt oder auf der Olgastraße Richtung Hauptbahnhof fährt, gelangt über die Wengengasse dorthin. Die Keltergasse bleibt für Linksabbieger wie bisher gesperrt.

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Die Keltergasse wird zwischen Olgastraße und Heigeleshof begradigt und auf das Niveau des Albert-Einstein-Platzes im Zentrum der Sedelhöfe angehoben. An der Einmündung von der Olgastraße wird es eine Ampel geben. Die Straßen Heigeleshof und Mühlengasse bekommen ein Granitkleinpflaster, sie werden barrierefrei als verkehrsberuhigter Bereich ausgebaut. Den gleichen Bodenbelag bekommt die Sedelhofgasse. Der westliche Teil der Bahnhofstraße erhält einen Boden aus Natursteinpflaster und soll nicht mehr wie eine Straße mit Gehweg gestaltet werden. Statt dessen ist eine Fläche geplant, die von allen gleichermaßen genutzt werden darf – entweder als verkehrsberuhigter Bereich oder als Fußgängerzone, die für den Lieferverkehr freigegeben ist. Sedelhöfe-Investor DC übernimmt die Umsetzung und bekommt dafür Geld von der Stadt. Das Unternehmen soll selbst dafür Sorge tragen, dass der Abschnitt direkt bei dem Einkaufsquartier wie gewünscht fertig gestellt wird.

Die Neugestaltung soll insgesamt knapp 1,8 Millionen Euro kosten, die Stadt übernimmt rund 1,1 Millionen Euro. Der Bauausschuss hat dem bereits zugestimmt.

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