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Unterelchingen

03.04.2017

Viele Erfolge, ein Wermutstropfen

Für dreißig Jahre Vorstandsarbeit dankte Vorsitzender Franz Beer (Mitte) Wolfgang Link (links), der sich nicht mehr zur Wahl stellte. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Martin Decker (rechts) gewählt.
Bild: mde

Unterelchinger Ringer ziehen ihre Mannschaft aus dem Wettkampfbetrieb der Oberliga zurück.

Mit 986 Mitgliedern ist der Kraftsportverein (KSV) Jugendkraft Unterelchingen von 1912 einer der größten Vereine Elchingens. Vorsitzender Franz Beer zeigte sich auf der jüngsten Jahreshauptversammlung in der vereinseigenen Halle erfreut über die steigende Mitgliederzahl – und die treuen Mitglieder: Bei den Ehrungen konnten allein zwölf Vereinsmitglieder für 70-jährige Vereinstreue ausgezeichnet werden.

Unter dem KSV-Vereinsdach finden die elf Abteilungen Ringen, Sängerriege, Handball, Blaskapelle, Jonglierriege, Theater, Ballett, Frauengymnastik, Gymnastik für Sie und Ihn und Bauch, Beine, Po eine Heimat – und sie alle gaben sportliche und musikalische Erfolgsmeldungen ab. Einen Wermutstropfen gab es jedoch auch: Manuel Tögel, der Vorsitzende der Ringerabteilung, musste für 2017 den Rückzug der KSV-Oberligamannschaft aus dem Kampfbetrieb bekannt geben. Nach dem Weggang zweier wichtiger Mannschaftsmitglieder fehle es der Abteilung noch an dem nötigen „Unterbau“ jugendlicher Nachwuchsringer. Diese glänzten zwar in ihren Mannschaften mit hervorragenden Ergebnissen, die bis zur deutschen Meisterschaft reichen, ihr Abteilungsleiter will sie aber nicht in Rundenwettkämpfen „verbrennen“, denen sie noch nicht gewachsen seien.

Die Abteilung müsste sich für den Spielbetrieb mit bis zu sechs ausländischen Gästen verstärken, das aber wäre für den Verein nicht bezahlbar. Die Vereinsführung stehe voll hinter dieser Entscheidung, wie Franz Beer unterstrich. Bei den Planungen künftiger Aktivitäten stellte er eine Erweiterung des sportlichen Angebotes besonders für Kinder in den Mittelpunkt. Leider sei dies im vergangenen Jahr noch nicht angelaufen, da die dafür notwendigen Übungsleiter noch nicht gefunden werden konnten.

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Bei den ehrenamtlichen Arbeiten der Vereinsmitglieder wurden allein für die Wartung und Pflege der vereinseigenen KSV-Halle 331 Stunden aufgewendet, das sind 41 volle Arbeitstage. Bei den Vorstandsneuwahlen stellten sich bis auf den seit 30 Jahren arbeitenden Zweiten Vorsitzenden Wolfgang Link alle Vorstandsmitglieder für eine neue Wahlperiode zur Verfügung.

Wolfgang Link bleibt dem Verein aber als technischer Leiter erhalten. Sein Nachfolger als stellvertretender Vorsitzender ist Martin Decker. Musikalische Umrahmung für die Versammlung boten die Blaskapelle sowie die Sängerriege. (mde)

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