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Elchingen

27.04.2018

Vier Jahrzehnte Elchingen in Wort und Bild

Gemeindearchivar Stefan Kopp hat eine Ausstellung zum 40. Geburtstag der Gemeinde organisiert.
Bild: Andreas Brücken

Gemeindearchivar Stefan Kopp zeigt ab nächster Woche eine Sonderausstellung zum 40. Geburtstag der Gemeinde.

Wenn der Elchinger Historiker Stefan Kopp in den Archivschränken der Gemeinde stöbert, kommen so manche Kuriositäten an den Tag. So lässt sich nachlesen, mit welcher verwaltungstechnischen Nüchternheit die Gemeinde nach der Gebietsreform im Jahr 1978 ihre offizielle Bezeichnung bekam: „Der Name der Gemeinde lautet Elchingen“, ist da in einem Schreiben aus München lapidar zu lesen. Genau 40 Jahre ist das nun her. Ein viel diskutiertes Thema, über das überall gesprochen wurde, sei die Gebietsreform gewesen, sagt Kopp. Grund für ihn, einen Rückblick auf die vergangenen vier Jahrzehnte zu werfen. Ab 1. Mai ist eine Sonderausstellung im Gemeindearchiv an der Industriestraße diesem Ereignis gewidmet.

Mit Zeitungsartikeln, Mitteilungsblättern und Fotos können die Besucher die Geschichte der drei Ortsteile erleben. „Die Platzverhältnisse lassen es glücklicherweise zu, hier regelmäßig Ausstellungen zu gemeindegeschichtlichen Themen zu zeigen“, erklärt Kopp.

Gleich neben den historischen Meldungen aus dem Amtsblatt ist in einem Zeitungsartikel von der Einweihung des Autobahnkreuzes nordöstlich der Gemeinde zu lesen. Auch die Baustellen sorgten damals wie heute für großes Interesse in der Bevölkerung, wie auf weiteren Ausschnitten unter anderem der Neu-Ulmer Zeitung zu lesen ist. Etwa der Bau der Brühlhalle im Jahr 1989 oder das Richtfest des SVO Vereinsheimes. In einer Schlagzeile bemerkte ein Chronist im 1992 an, dass der Bau des Oberelchinger Kindergartens „völlig aus dem Zeitrahmen fällt“. Zur gleichen Zeit entstand im Gewerbegebiet Unterelchingen ein „Multi Markt“. Das Einkaufszentrum schloss übrigens knapp 18 Jahre später als Real-Markt seine Pforten und soll in Kürze grundsaniert unter anderem Namen wiedereröffnen.

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Auch Freud und Leid sind auf den Schautafeln der schriftlichen Zeitreise zu sehen. So wird berichtet, wie der damalige Bundespräsidenten Roman Herzog die Patenschaft für das siebte Kind der Familie Hüls übernahm. Tiefe Erschütterung ist dagegen über den unerwarteten Tod des langjährigen Bürgermeisters Anton Lang zu lesen.

Den Wandel der Zeit erleben die Besucher auf der Schautafel des Jahres 2004. Damals besuchte der heutige Bundesinnenminister Horst Seehofer die Gemeinde – jedoch noch nicht als Landesvater, sondern als damaliger Chef des Bundesgesundheitsministeriums.

Fast unerschöpflich erscheint das „Gedächtnis der Gemeinde“, wie Stefan Kopp das Archiv nennt. Gesucht seien dennoch weiterhin historische Ansichtskarten, besonders aus Unterelchingen, und Unterlagen über den Bau der damaligen Reichsbahn.

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