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Vöhringen

03.01.2019

Vöhringer gehen mit Zuversicht ins neue Jahr

Rege Gespräche beim Vöhringer Neujahrsempfang: Unser Bild zeigt von links den Leiter der Polizeiinspektion Illertissen, Franz Mayr, den evangelischen Pfarrer Jochen Teuffel, den Zweiten Bürgermeister Herbert Walk, den katholischen Pfarrer Daniel Rietzler, Bürgermeister Karl Janson und den Leiter des Illertal-Gymnasiums Ralf Schabel.
Bild: Ursula Balken

Was der Bürgermeister und die Vertreter der Kirchengemeinden zu sagen haben

Die Stadt Vöhringen ist auf einem guten Weg, deshalb blickt Bürgermeister Karl Janson mit einigem Optimismus auf 2019. Bei seiner Neujahrsansprache im Josef-Cardijn-Haus sagte er rückblickend, es sei viel investiert worden. Aber auch in Zukunft richte die Stadt ihr Augenmerk auf die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, auf Kinderbetreuung, Schulen, eine ausreichende ärztliche Versorgung, auf ältere und kranke Mitbürger und auch auf die Sicherheit in der Stadt. Aber bei allen kommunalen Belangen müssten angesichts des Klimawandels Akzente gesetzt und mehr für erneuerbare Energien getan werden.

Zum gemeinsamen Jahresempfang von Stadt und den Pfarreien St. Michael, St. Ulrich Illerzell und St. Martin Illerberg hatten sich zahlreiche Besucher im Saal des Josef-Cardijn-Hauses eingefunden. In seiner Rede betonte Janson, „dass gute Arbeitsplätze, eine florierende Wirtschaft für die Stadt als großer und starker Wirtschaftsstandort unabdingbar sind.“ Vöhringen biete den Bürgern viel. „Wir können mit Zuversicht nach vorn schauen, mit Menschen und Unternehmen, die leistungsstark, kreativ und innovativ sind und die Bereitschaft haben, sich auch ehrenamtlich einzubringen.“ Aber dazu brauche man auch die Bereitschaft der Bürger zur Mitverantwortung, die sich Janson auch für die Zukunft erbittet.

Die Zeit wird immer knapper

Seine Rede hatte er mit Blick auf das Phänomen Zeit eingeleitet. Menschen genießen heute immer mehr Freizeit und doch werde die Zeit für sie immer knapper. Freizeitstress, Informationsflut und die Smartphone-Revolution macht Janson dafür verantwortlich. „Viele Menschen leiden heute unter der modernen Beschleunigung der Zeit. Sie rennt fast davon und ist ein knappes Gut geworden.“ Seinen Dank richtete Janson nicht nur an alle, die im Ehrenamt tätig sind, sondern schloss darin soziale Einrichtungen wie auch die Beamten der Polizei mit ein.

In Vertretung des erkrankten Dekans Pfarrer Martin Straub war Pfarrer Daniel Rietzler nach Vöhringen gekommen. Er arbeitete bereits als Kaplan in der Michaelspfarrei und ist jetzt im Dekanat und Landkreis zuständig für die Jugendarbeit. In den Mittelpunkt seiner Rede stellte er die Frage: „Wie behalte ich in dieser ruppigen Zeit und Gesellschaft ein weiches Herz?“

Rietzler erinnerte an einen Passus in der Bayerischen Verfassung, in dem es heißt „Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden“. Das sei keine Frage, denn Wissen und Können brauche der Mensch. Aber in den gegenwärtigen Bedrängnissen und in der von ihm diagnostizierten Verrohung sei die Stärkung des Herzens gefragt, auch Charakter- und vor allem Herzensbildung. Ebenso gehörten dazu Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen, Verantwortungsgefühl und Freude, Verantwortung zu übernehmen. Dabei sollten die Menschen aufgeschlossen bleiben für alles Wahre, Gute und Schöne, für Natur und Umwelt. Gefragt sei immer mehr ein neues Miteinander der Generationen, also ein Austausch von jugendlicher Leidenschaft und gereifter Lebenserfahrung. Für das neue Jahr wünschte Rietzler „ein weiches, vielfältiges berührbares Herz und einen robusten Geist“.

Teuffel ist ein Vöhringer

Im Namen der evangelischen Gemeinde wünschte Pfarrer Jochen Teuffel alles Gute für 2019. Als Geistlicher sehe er ein Privileg darin, am Leben der Menschen in seiner Freude, aber auch an seinen Leiden teilnehmen zu können. Mitgefühl für die Lebensschwäche eines Menschen erkennen zu können, sei eine Gabe. Teuffel setzt auf Kooperation mit den Menschen, auf Zusammenarbeit – aber so, dass der andere keinen Schaden nimmt. Das Wohlergehen in einer Kommune hänge auch von der Zusammenarbeit mit den Vereinen ab, die eine Stadt lebens- und liebenswert machen. Nach knapp zehnjährigem Aufenthalt in der Stadt fühle er sich wie ein Vöhringer, weil er auch an Freud‘ und Leid teilhaben konnte.

An einer besonders schönen musikalischen Gestaltung konnten sich die Besucher in diesem Jahr erfreuen. Moderne Songs sang Cordula Wegerer mit bemerkenswerter Interpretation, begleitet am Flügel von Reinhold Ohmayer. Dafür gab’s begeisterten Applaus, bevor sich das Interesse dem Gläschen Sekt und kleinen Häppchen zuwandte.

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