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22.02.2015

Volksbank Ulm trotzt den niedrigen Zinsen

Ralph P. Blankenberg im neuen „Beraterpark“ in der Olgastraße.
Bild: heo

Das große genossenschaftliche Kreditinstitut knackt gleich mehrere Rekorde

Gerade einmal drei Jahre alt ist das 70000. Mitglied der Genossenschaft der Volksbank Ulm-Biberach. Die Anteile waren ein Geburtsgeschenk der Oma. Ein Präsent mit Weitsicht, wie Vorstandssprecher Ralph P. Blankenberg betont, der überzeugt ist, dass die kleine Emma aus Illertissen in 15 Jahren ihre Bankgeschäfte selbstständig bei der Volksbank tätigen wird. Denn das Modell regional verwurzelter Banken sei zukunftsträchtiger denn je und werde zunehmend kopiert.

Was die jüngsten Geschäfte angeht, befindet sich die Volksbank Ulm-Biberach nicht nur in Sachen Mitgliedschaften auf Wachstumskurs. „Wir sind mit den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2014 im Grunde rundum zufrieden“, sagte der Vorstandssprecher bei der Präsentation der Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr. Das betreute Kundenvolumen der Volksbank Ulm-Biberach – dies umfasst neben den in der Bilanz enthaltenen geschäftlichen Aktivitäten auch Geschäfte mit Verbundpartnern – überschritt erstmals fünf Milliarden Euro. Mit einem Zuwachs von 7,5 Prozent liege das Volumen im Wachstumsvergleich damit deutlich über dem Verbandsdurchschnitt von 3,3 Prozent.

Die Bilanzsumme der Volksbank stieg um über sechs Prozent auf 2,52 Milliarden Euro. Und die Einlagen der Kunden wuchsen um 100 Millionen Euro (plus 5,4 Prozent). Während die mittelständischen Unternehmen ihre Liquidität für Investitionen nutzten, legten die Privatkunden bevorzugt weiter in kurzfristige Geldanlagen an. Der Gesamtbestand der Kundeneinlagen beläuft sich auf 1,953 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,853 Milliarden Euro). Hierbei hielt der Trend zur Umschichtung in flexible kurzfristige Spareinlagen weiterhin an.

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Um satte neun Prozent wuchs das Kreditvolumen an: um 142 Millionen Euro von 1,574 auf 1,716 Milliarden Euro. Als „Spiegel der wirtschaftlichen Aktivitäten“ wertete der Vorstandssprecher diese Entwicklung. „Die Firmen in der Region investierten kräftig.“ Es stiegen sowohl gewerblichen Darlehen (um 40 Millionen Euro) als auch die Wohnbaudarlehen (um 55 Millionen Euro). Das Neukreditgeschäft schlägt mit über 500 Millionen Euro zu Buche. Das Jahr lief gut für die Volksbank, wenngleich einige Entwicklungen dem Vorstand Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Niedrigzinsen, zunehmender Wettbewerbsdruck und stetig steigende Anforderungen durch allerlei Regulationen stellten die Bank vor große Herausforderungen.

Wie im Vorjahr will der Vorstand dennoch eine Dividende von fünf Prozent vorschlagen. Durch das nun im zweiten Jahr geltende Bonussystem sei eine maximale Dividende von 11,5 Prozent möglich. Etwa ein Fünftel der Kunden erhalte zweistellige Renditen nach dem Motto: Wer viel Umsatz generiert, bekommt viel zurück.

Das Netz von 37 Filialen mit Personal und zehn Selbstbedienungs-Terminals blieb unverändert. Aktuell gebe es keine Pläne, dies weiter auszudünnen. Für die Zukunft ausschließen wollte dies Blankenberg allerdings nicht. Online-Banking lege weiter zu. (heo)

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