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Neu-Ulm/Weißenhorn

01.05.2014

Volksbank will erweitern

Das Haus rechts mit dem Holzbalkon gehört seit kurzem der Volksbank Neu-Ulm. Hier soll zumindest ein Anbau entstehen, weil der Stammsitz zu klein geworden ist. Denkbar ist auch, dass dieser Bau aus dem Jahr 1969 ebenfalls abgerissen werden muss, wenn die Sanierung nicht lohnt.
Bild: Alexander Kaya

Neu-Ulmer Genossenschaft kaufte Grundstück. Fusion mit Weißenhorn wird Thema

Neu-Ulm Für die Volksbank Neu-Ulm brechen neue Zeiten an. Sowohl was einen möglichen Neubau als auch eine durchaus denkbare Fusion mit der VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn angeht. Im Vorfeld der gestrigen Vertreterversammlung war ein Zusammenschluss mit den Fuggerstädtern zwar offiziell kein Thema, doch betonte Vorstandsmitglied Steffen Fromm, dass im Zuge einer anstehenden Nachfolgeregelung des Vorstandsvorsitzenden Werner Deubel über alle möglichen Varianten nachgedacht werde. Eine Fusion mit der VR-Bank in Weißenhorn wollten weder Fromm noch Deubel in diesem Zusammenhang ausschließen, wenngleich es in dieser Richtung noch keinerlei Gespräche gegeben habe. Man muss kein Prophet sein um zu wissen, dass die Volksbanken das Thema Fusion eher sachte angehen. Zu frisch sind die Erinnerungen an die Wirren rund um den gescheiterten Zusammenschluss der Volksbanken aus Ulm und Neu-Ulm. Und auch die spätere „Heirat“ der Ulmer Volksbank mit der Volksbank Biberach war nicht gerade einfach. Deubel wurde jüngst 61, etwas Zeit bleibt den Bankern also noch, das weitere Vorgehen zu überlegen.

Bis in spätestens fünf Jahren, also pünktlich zur Deubel-Pensionierung, soll die Raumnot für die Neu-Ulmer Volksbank gelöst sein, die zweite große anstehende Neuerung: Wie gestern bekannt wurde, kaufte die Volksbank bereits das Nachbargebäude (Johannesplatz 5) um freie Hand für eine angedachte Erweiterung zu haben. Eine Machbarkeitsstudie soll jetzt den weiteren Weg beleuchten. Der Volksbank bleiben vermutlich zwei Optionen: Kompletter Neubau inklusive einer Einbeziehung von Nachbargrundstücken. Oder Sanierung plus Anbau auf dem Grundstück Johannesplatz. Klar ist offenbar, dass der jetzige Stammsitz in Sachen Bausubstanz marode ist. Auch habe das nachträglich aufgestockte Haus aus dem Jahr 1969 energetischen Sanierungsbedarf.

Zukunftsmusik sind die Themen Fusion und Neubau in den Ohren des Vorstands. Eile herrsche auf keinem dieser Felder, denn die Bank habe „ein tolles Jahr“ hinter sich, wie es Fromm ausdrückte. Das Geschäftsjahr in Kürze:

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Gewinn Das Betriebsergebnis macht wie im Vorjahr überdurchschnittliche 1,36 Prozent der Bilanzsumme aus und liegt bei 7,4 Millionen Euro.

Steuern An den Staat gingen 1,9 Millionen Euro.

Dividende Wie im Vorjahr sollen 4,5 Prozent Dividende ausbezahlt werden.

Eigenkapital Mit 44,6 Millionen Euro erfüllt die Volksbank die Eigenkapitalvorschriften um „nahezu 200 Prozent“.

Mitglieder 714 Menschen traten der Genossenschaft bei, die nun 14168 Mitglieder zählt.

Bilanzsumme Das der Bank anvertraute Vermögen erhöhte sich um 17 Millionen auf 527 Millionen Euro.

Einlagen Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase verringerten sich die Einlagen um drei Millionen Euro auf 441 Millionen. Auch die „Anlage in Beton“ (also Immobilien) lasse die Guthaben der Kunden auf den Konten abschmelzen.

Zinsertrag Zinserträge gingen um 1,1 Millionen auf 18,9 Millionen Euro zurück.

Kredite Noch nie in der Geschichte der Neu-Ulmer Volksbank war dieser Wert so hoch: 428 Millionen Euro (plus 7,6 Prozent) an Krediten wurden herausgegeben. Die Ausfälle gingen „gegen null“. Eine derartige Nachfrage nannte Fromm einen „Ausdruck der wirtschaftlichen Prosperität“ der Region.

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