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09.06.2009

Volksmusik pur beim Wirt

Elchingen (mde) - Vor fünf Jahren erweckte der Elchinger Musikant und Brauchtumsfan Sepp Winklhofer eine alte bayerische Tradition wieder zum Leben, das "Aufspielen beim Wirt". Im voll besetzten Bräuhaus-Saal auf dem Heiligen Berg konnte der "Sepp" neben den 40 Musikanten Gäste aus nah und fern begrüßen. Zusammen erlebte man fünf Stunden Zuhören, gemeinsames Singen und Lachen.

In diesen fünf Stunden kam keine Minute Langeweile auf. "Unser Ziel war es, diese urbayerische Tradition auch in Oberelchingen zu etablieren und eine Plattform zum fröhlichen Musizieren zu schaffen. Wir freuen uns, dass wir dieses Ziel erreicht haben", meinte Initiator Sepp Winklhofer angesichts der zahlreichen Zuhörerschaft, die zum großen Teil in Dirndln und Tracht erschienen war.

"Es geht beim "Aufspielen" nicht nur um das Musizieren. Echte Volksmusik ist ein Teil der Brauchtumspflege, deshalb gehört auch das richtige Gewand dazu", meinte er, bevor er mit seiner "Elchinger Grenzstoa Musi" und seiner "Ziach" (Ziehharmonika), mit seinem Sohn Sandy am Hackbrett und seiner Frau Irmy (2. Stimme Ziach) mit "alpenländischer Volksmusik" das Aufspielen eröffnete. Den Grenzstoa-Musikanten folgten die Elchinger "Swegel Pfeiffen" (Querflöten) alias Julia Götz und Sonja Dietz mit alten Südtiroler Originalen. Mathias Geiss (Akkordeon) begleitete "Jogl" (Gitarre) und Opa Geiss beim Interpretieren bekannter Lieder und Weisen.

Der Hackbretttruppe "Saitenhupfr" bestehend aus Gisela, Christine und Heiderose wurde von Joachim am Bass und Gislar mit der Gitarre begleitet. Ihr mitgebrachter Trachten-Chor steuerte "lustige Liedstückerl" bei.

Volksmusik pur beim Wirt

Mit Original bayerischer Tanzlmusi wartete dann der Oberelchinger Musikverein "Eintracht" auf. Uli Vogt (Trompete), Martina Götz (Klarinette), Tobias Pfeiffer (Bariton) und Andreas Lux (Akkordeon) rissen mit alter Wirtshausmusik das Publikum von den Stühlen. Dieses war schon durch das vorhergehende Mitsingen auf "Hochtouren" und belohnte die Musikanten für ihr kraftvolles, urwüchsiges Spiel.

Ohne Netz und doppelten Boden, ohne Verstärker oder Playback konnte man Volksmusik pur genießen. Mit der Steirischen Knopfharmonika, der Violine, der Tuba und perfekten Jodlern glänzte die "Filzkugl Musi" aus Straß, bevor "Tom und Eddy" mit Gitarre und Zither das "Aufspielen beim Wirt" beendeten. Dass eine anständige Brotzeit und ein kühles Bier das Brauchtum erst so richtig schmackhaft machten, war selbstverständlich. Es war ein Abend, an dem alles spürbar war, was "Leib und Seel zusammenhält", wie es in einem alten Ländler heißt.

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