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15.10.2009

Von Bahnhof bis Schlösser

Weißenhorn (ml) - Eine ganze Liste von Anfragen haben Weißenhorner Bürger an Bürgermeister Dr. Wolfgang Fendt gerichtet. Hernach nutzten Anwesende rege die Gelegenheit, ihre Belange vorzutragen.

Die Gesamtsanierung der Schlösser kostet 8,9 Millionen Euro. Es entsteht eine Nutzfläche von 2500 Quadratmetern. Der Zuschussbescheid lasse noch auf sich warten. "Wenn wir jetzt nur eine Schaufel anrühren, sind die Zuwendungen gestrichen", erklärte Fendt, der detailliert auf das "Innenleben" der Schlösser einging, die auch außen in neuem Glanz erstrahlen werden. Der Mittelbau des neuen Rathauses wird Eingangsbereich, darüber befinden sich die Räume des Bürgermeisters. Im Fuggerschloss ist unten Gastronomie geplant und davor "der vielleicht schönste Biergarten im ganzen Landkreis". Darüber ist das Bauamt vorgesehen und der große Sitzungssaal aus dem Rokoko mit Möglichkeit für Veranstaltungen. Das Neuffenschloss mit seiner Barocktreppe soll das Trauungszimmer beherbergen und den kleinen Sitzungssaal. Treten Kostensteigerungen beim Umbau auf, kann die Stadt auf Schadensersatz pochen.

Bei der Gewerbesteuer wird mit erheblichen Einbußen gerechnet. Lag sie 2008 noch bei 8,4 Millionen Euro, so ist sie nun auf knapp unter fünf Millionen Euro gesunken. "Die Stadt wird nicht in eine finanzielle Schieflage kommen", versprach Fendt. Die 330 000 Euro für das ehemalige Landwirtschaftsamt seien rein aus Guthabenzins bezahlt worden. Der Umzug dorthin habe keine 200 000 Euro gekostet. Mit 150 000 Euro schlägt die 850-Jahr-Feier 2010 zu Buche, die Einnahmen betragen fast 60 000 Euro.

Fendt kündigte an, dass die Stadt das Bahnhofsgebäude jederzeit kaufen könne, wenn es gebraucht wird. Erste Planungen für einen Personennahverkehr seien im Gange. Außerdem entwirft die Stadtverwaltung eine Karte, in der alle Straßen vermerkt sind, die aufgerissen werden, um dort Leerrohre für Glasfaserkabel zu legen als Alternative zur Funkübertragung (DSL). Der Ausbau der Memminger Straße erfolgt 2011, die Rudolf-Diesel-Straße im Industriegebiet Eschach wird nächstes Jahr geschlossen. Die Bewohner werden über den Fortgang der Pläne und die Auswirkungen der Straßenschließung selbstverständlich informiert, sagte Fendt. Manche Straßen seien so eng, dass zwei Laster Probleme hätten, aneinander vorbeizukommen, wurde kritisiert. Die Biogasanlage in Grafertshofen rief wegen "gelegentlichem G'schmäckle" Unmut hervor, wobei der Bürgermeister die Rechtmäßigkeit des Baus an dieser Stelle unterstrich. "Flickschusterei" in einem Teil der Hagenthalerstraße wird untersucht und das Oberflächenwasser am Hauptplatz in rechte Bahnen gelenkt. Es wurde bemängelt, dass beim Ausbau der Roggenburger Straße kaum Rücksicht auf Radfahrer genommen worden sei, die mit der Steigung kämpfen müssten.

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