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Umzug

20.01.2016

Von Schals bis Schultaschen

Ein Teil des Teams aus der Kleiderkammer in den neuen Räumen: Benjamin Mayer, Susanne Mattis, Christa Mühlhäuser, Kordula Wartha, Monika Eberhardt und Margarete Roßmeißl (von links).
Bild: Angela Häusler

Kleiderkammer des Arbeitskreises „Asyl in Senden“ ist jetzt in der Kemptener Straße

Winterjacken, Schuhe, Bettwäsche und Kindersocken gehören zu den Stücken, die in der neu eingerichteten Kleiderkammer des Arbeitskreises „Asyl in Senden“ die Regale füllen. Am neuen Standort direkt neben dem Rathaus ist am Dienstag offiziell der Betrieb gestartet – fortan wird hier zweimal pro Woche an Bedürftige verkauft.

Ein Team aus gut 30 Freiwilligen hat die Textilspenden in den vergangenen Wochen vom früheren Standort, dem evangelischen Gemeindehaus in Wullenstetten, in die Kemptener Straße 2 transportiert. Das Haus, das in früheren Jahren eine Schreinerei beherbergte, gehört der Stadt. Zwei der Räume im Erdgeschoss und zwei Garagen können die Freiwilligen des Arbeitskreises jetzt für die Kleiderkammer nutzen, die Bedürftige mit preiswerten Textilien aus zweiter Hand versorgt. Am vorigen Standort war es zu eng geworden, berichtet Helferin Susanne Mattis: „Wir wussten schon nicht mehr, wohin.“

Sowohl für den Verkauf der Kleidung als auch zum Lagern der Spenden braucht die Kleiderkammer Platz. Und Kleiderspenden gehen zum Glück genügend ein, denn die Kunden der Kammer, sowohl Asylbewerber als auch Konsumenten der Sendener Tafel, kommen regelmäßig, um sich mit Kleidungsstücken einzudecken. Vor allem Männersachen in kleineren Größen finden viel Absatz, berichten die Helferinnen. Doch sie haben auch genug Ware für Frauen und Kinder im Angebot. Die Möglichkeit, günstig Kleidung zu erwerben, habe sich mittlerweile herumgesprochen, erklärt Helferin Margarete Roßmeißl. Nicht zuletzt seien Senioren mit kleiner Rente froh um das Geschäft.

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Mit den neuen Räumlichkeiten, zu denen auch Platz zum Sortieren der Ware gehört, ist der Helferkreis vollauf zufrieden – nur eins fehle hier, berichtet das Team: Eine Toilette. Außerdem lasse sich der vorhandene Keller nicht als Lager für Kleider nutzen, weil er feucht ist.

Die Einrichtung des neuen Standorts, Tische, Regale und Schränke, sind ebenfalls Spenden aus der Bevölkerung. Das ehrenamtlich betriebene Geschäft bekomme viel Unterstützung, sagt Monika Eberhardt, Mitorganisatorin der Kleiderkammer. Zu den Spendern gehört auch die Stadt, die die Räume kostenlos zur Verfügung stellt und mit Materialkosten für einen neuen Anstrich der beiden nun renovierten Zimmer aushalf. Zur Eröffnung schaute auch Sendens Bürgermeister Raphael Bögge herein und lobte den Einsatz der Männer und Frauen.

Die Kleiderkammer ist an folgenden Zeiten geöffnet: Für den Verkauf dienstags von 15 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr; für Kleiderspenden dienstags von 10 bis 12 Uhr.

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