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23.06.2009

Vor Offenbarungseid Haus angezündet

Landkreis (kr) - Der Frust darüber, dass ihm der Offenbarungseid bevorstand, hat einen 64 Jahre alten Mann nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Memmingen zum Brandstifter werden lassen. Dafür muss er sich in Kürze vor dem Neu-Ulmer Schöffengericht verantworten.

Dem Gärtner stand finanziell das Wasser längst bis zum Halse. Ende April dieses Jahres war ihm bereits die Kündigung für sein gepachtetes Haus zugestellt worden, der Gerichtsvollzieher hatte bereits einen Termin vereinbart, an dem der Mann den Offenbarungseid ablegen sollte. An dem Tag, an dem er die eidesstattliche Versicherung abgeben sollte, brannten bei dem 64-Jährigen offenbar sämtliche Sicherungen durch. Alkoholisiert legte er mehrere Brände in sein Wohnhaus. Dabei kam auch der mutmaßliche Brandstifter zu schaden. Schwer verletzt musste er mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen.

Bittere Ironie der Geschichte: Das Haus und die Einrichtung wurden zwar schwer in Mitleidenschaft gezogen - aber ausgerechnet die Dinge, die dem Mann so schwer zu schaffen gemacht hatten, blieben nahezu unversehrt: Stapel mit mutmaßlich unbezahlten Rechnungen.

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