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19.03.2009

Vorfeldschule schließt, Weststadtschule bleibt

Neu-Ulm Nach gut zweistündiger Diskussion stand es gestern Abend fest: Mit 29:14 Stimmen sprach sich der Neu-Ulmer Stadtrat gegen den Erhalt der Vorfeldschule aus. Die Weststadtschule bleibt dagegen erhalten. Sie wird saniert und erweitert. Die Kosten belaufen sich auf rund 3,2 Millionen Euro.

Selten hat ein Thema die Bürger derart bewegt, wie die Schulschließung. Der Große Sitzungssaal war fast zu klein für die Besucher, die gestern das Rathaus stürmten. Sie mussten allerdings viel Geduld mitbringen, bis das Ergebnis feststand. Oberbürgermeister Gerold Noerenberg gab eingangs einen Überblick, wie sich die Situation entwickelt hat. Er betonte, dass vor allem demographische Gründe dafür ausschlaggebend sind, sich von einer der beiden Grundschulen zu trennen. Denn die Zahl der Schüler ist rückläufig. Die Verwaltung hat deshalb verschiedene Varianten unter die Lupe genommen, welche der beiden Schulen geschlossen werden könne, Vorfeld- oder Weststadtschule. Dies käme, so der Oberbürgermeister, nicht vor dem Schuljahr 2014/15 zum Tragen. Er machte aber kein Geheimnis daraus, welche Schule erhalten werden sollte. Seiner Ansicht nach die Vorfeldschule im Hinblick auf die Öffnung zur Stadtmitte hin, meinte Noerenberg. Die Entwicklung der vergangenen 15 Jahre nach dem Abzug der Amerikaner aus diesem Areal müsse sich fortsetzen können. Der Oberbürgermeister gab zu, es sich nicht leicht gemacht zu haben. Doch die Entscheidung lag bei den Stadträten. Und sie taten sich ebenfalls schwer, Stellung für die eine oder andere Schule zu beziehen, wie aus dem Gremium heraus immer wieder unterstrichen wurde. Denn es konnte am gestrigen Abend nur einen Gewinner und einen Verlierer geben. Quer durch die Fraktionen hindurch wurden verschiedene Statements abgegeben. Während Rupert Seibold ( CSU) sich dem Oberbürgermeister anschloss, favorisierte seine Fraktionskollegin Christa Wanke die Weststadtschule, weil sie dort weniger "Verwerfungen" befürchtet und auf eine bessere Integration der Schüler hofft. Hermann Hillmann (CSU) wiederum sprach sich für die Vorfeldschule aus.Die Vernetzung zwischen Bewohnern, Quartiermanagement und Vorfeldverein dürfe nicht gefährdet werden. Außerdem gebe es bei der Weststadtschule immer wieder Probleme mit dem Grundwasser. Wolf-Dieter Freyberger (CSU) sah ebenfalls Vorteile im Erhalt der Vorfeldschule. Rainer Juchheim (Grüne) sprach sich für die Weiterführung beider Schulen aus. Dr. Alfred Schömig (FDP) und Dr. Andreas Schuler (FWG) argumentierten für die Weststadtschule. Das tat Karl-Martin Wöhner für die SPD. Für die Weststadtschule votierte dann eindeutiger als erwartet die Stadtratsmehrheit. Einstimmig wurde beschlossen, dass Kinder aus Wiley-Süd und westlich der Wegener Straße ab Herbst die Erich-Kästner-Schule in Ludwigsfeld besuchen.

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