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WM am Nachmittag: 90 Minuten lang nachsichtig sein

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Kommentar Von Sabrina Schatz
27.06.2018

Das WM-Spiel Deutschland gegen Südkorea beginnt um 16 Uhr - keine arbeitnehmerfreundliche Zeit. Chefs sollten nachsichtig sein.

Fußball ohne Bratwurst, Bier und schwarz-rot-goldener Schminke auf den Wangen: Damit müssen sich heute Nachmittag viele Fans der deutschen Mannschaft abfinden. Denn das Spiel gegen Südkorea beginnt um 16 Uhr. Mancher sitzt da noch auf dem Gabelstapler oder lässt die Finger über die Tastatur huschen. Chefs sollten während dieser 90 Minuten nachsichtig sein.

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Es ist verständlich, dass sich nicht jeder Mitarbeiter pünktlich um 15.45 Uhr in den Feierabend verabschieden kann. Manche Firmen haben genau getaktete Arbeitsabläufe und müssen Aufträge pünktlich erfüllen. Aber, wenn die Fans komplett verpassen, wie sich Jogis Jungs schlagen, kann das zu Unmut führen. Und das wollen ja auch die meisten Arbeitgeber vermeiden.

Sie sollten deshalb tolerieren, wenn das Spiel im Büro über einen Fernseher flimmert. Auch, dass Mitarbeiter einen Live-Ticker im Internet oder im Radio verfolgen, sollte geduldet sein. Anders ist das bei Arbeiten, bei denen Unkonzentriertheit gefährlich werden kann.

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In solchen Fällen ist es ratsam, wenn die Mitarbeiter während des Spiels eine Pause einlegen. Der positive Nebeneffekt dabei: Fußballschauen mit Kollegen kann zu mehr Zusammenhalt führen. Wie oft liegen sich Fans bei einem fulminanten Tor plötzlich in den Armen. Oder maulen gemeinsam, wenn die Flanke schon wieder daneben ging. Das schweißt zusammen. Und Firmen suchen doch „Teamplayer“.

Ein gutes Verhältnis innerhalb der Belegschaft öffnet wiederum eine dritte Möglichkeit: Kollegen helfen sich gegenseitig aus. Wen Fußball nicht die Bohne interessiert, der kann vielleicht einspringen und Aufgaben, die während des Spiels anfallen, übernehmen. Die Fußballfans könnten sich revanchieren, indem sie dem Anderen ebenfalls Arbeiten abnehmen.

So oft kommt die WM Unternehmen, Betrieben und Geschäften übrigens gar nicht in die Quere: Gewinnt die deutsche Elf heute, kann nur noch das Achtelfinale auf einen Nachmittag unter der Woche fallen. Darüber kann man alle vier Jahre hinwegsehen.

Was Arbeitgeber und ein Schulleiter zu dem Thema sagen, lesen Sie hier.

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