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05.06.2009

Wahlhelfer stellen sich auf Däumchendrehen ein

Landkreis Die wochenlangen Vorbereitungen sind abgeschlossen und Wahlleiter Friedrich Wiesmüller steht mit seinem zehnköpfigen Team aus dem Landratsamt Neu-Ulm in den Startlöchern. Nun fehlen nur noch die Wählerinnen und Wähler, die am Sonntag über die künftige Zusammensetzung des Europäischen Parlamentes mitbestimmen dürfen.

Bei den vergangenen Europawahlen hat sich der Wähler eher rargemacht und auch am kommenden Sonntag können die eingeteilten Helfer in den Wahllokalen wohl Däumchen drehen. Die Pfingstferien und die von Jahr zu Jahr zunehmende Wahlmüdigkeit deuten auf eine noch schlechtere Beteiligung beim Urnengang am Sonntag hin, auch wenn die großen Parteien zum Endspurt noch einmal kräftig die Werbetrommel gerührt haben. Vor fünf Jahren gingen im Landkreis Neu-Ulm gerade mal 34,94 der stimmberechtigten Bürger zur Wahl. Pessimisten befürchten, dass es am kommenden Sonntag noch weniger sein werden.

Friedrich Wiesmüller, der seit Jahren sämtliche Wahlen organisiert, sieht dem Sonntag gelassen entgegen. Was vorzubereiten war, ist vorbereitet. Auch die Computersoftware ist in einem Testlauf zusammen mit den Landkreisgemeinden nochmals erprobt worden und es gab keinerlei Probleme, weshalb Wiesmüller von einem reibungslosen Ablauf ausgeht. Ein kleines Stück Unsicherheit aber bleibt immer. Schließlich könnte doch noch in einem der vielen Wahllokale etwas schief gehen. Davon aber geht Wiesmüller nicht aus, er strahlt Gelassenheit aus. Der Oberamtsrat kann die wichtigen Daten im Schlaf herunterbeten.

Im Landkreis sind am Sonntag 118 000 Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgefordert. Die Wahllokale in den 17 Kreis angehörigen Gemeinden haben von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Wahlhelfer stellen sich auf Däumchendrehen ein

In den Kommunen sind insgesamt rund 1200 Helfer in 146 Wahllokalen plus 30 Briefwahlvorständen im Einsatz. Denen winkt ein früher Feierabend, weil das Wähl- und Zählverfahren denkbar einfach ist. Jeder Wähler hat nur eine Stimme zu vergeben.

Die ersten Ergebnisse aus den Gemeinden werden um 18.30 Uhr erwartet, das Gesamtresultat aus dem Landkreis Neu-Ulm steht - vorausgesetzt es geht nirgendwo etwas schief - spätestens um 20 Uhr fest. Die aus den Gemeinden eingehenden Ergebnisse werden im Sitzungsaal des Landratsamtes öffentlich präsentiert. Der Besucherandrang hielt sich jedoch bei den vergangenen Europawahlen in ganz engen Grenzen. Hier noch weitere wichtige Informationen:

Briefwahl: Das Risiko dafür, dass der Wahlbrief rechtzeitig, also am Wahlsonntag bis 18 Uhr, bei der Gemeinde eingegangen ist, trägt der Wähler. Wer die Briefwahlunterlagen nicht schon am vergangenen Donnerstag abgeschickt hat, der sollte sie bis spätestens Sonntag, 18 Uhr, in den Briefkasten seines zuständigen Rathauses geworfen haben.

Wahlschein: Ein Wahlschein (berechtigt zur Briefwahl oder zur Stimmabgabe in einem anderen als dem ursprünglich zugeteilten Wahlbezirk des Landkreises Neu-Ulm) kann bis Freitag vor der Wahl, 18 Uhr, bei der Gemeinde beantragt werden. In besonderen Fällen, z.B. bei plötzlicher schwerer Erkrankung, auch noch bis zum Wahlsonn-tag, 15 Uhr.

Hilfspersonen: Personen, die wegen einer körperlichen Behinderung nicht in der Lage sind, selbst zu wählen, können sich der Hilfe einer Person ihres Vertrauens bedienen.

EU-Bürger: Neben den wahlberechtigten Deutschen sind auch alle übrigen Unionsbürger wahlberechtigt, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens drei Monaten in Deutschland oder in den übrigen Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft eine Wohnung haben oder sich sonst gewöhnlich aufhalten und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

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