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Ulm

27.04.2019

Walter Spira startet einen Marathon der Musik

Bereit für die große Party: Liedermacher Walter Spira hat Freunde und Musikerkollegen ins Roxy eingeladen. „Eine Karriere wie Johannes Heesters strebe ich nicht an.“
Bild: Miriam Gröner

Der Ulmer Liedermacher begeht seinen 66. Geburtstag mit einem Benefizkonzert im Roxy Ulm. Er hat noch einen zweiten Grund zum Feiern.

Herr Spira, Sie feiern im Ulmer Roxy in Ihren 66. Geburtstag hinein. Warum die große Party?

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Weil es eine Schnapszahl ist! Sonst gibt es da keine große Begründung. Ich feiere auch alle runden Geburtstage groß, beim 60. auch schon mit Bands und Freunden im Roxy. Ich entwickle bei solchen Gelegenheiten immer eine Sehnsucht, alle einzuladen, die mit musikalisch mit dem kleinen Musiker Walter Spira zu tun hatten.

War es ein großer Aufwand, alle zusammenzutrommeln?

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Das waren paar E-Mail und Telefongespräche, ja, aber die meisten haben schnell zugesagt, was mich sehr freut. Klar, manche hatten schon andere Buchungen oder auch eine Kommunion am Sonntag. Die eigentliche Arbeit ist es aber das Zusammentrommeln, sondern das zu organisieren, was auf der Bühne passiert. Wir machen einen Fünf-Stunden-Marathon!

Warum tut sich ein reiferer Künstler wie Sie diesen Aufwand denn an?

Mich können sie zehn Stunden auf der Bühne lassen, mich muss man runterzerren! Aber ich spiele nur in vier, fünf Formationen selbst mit, sonst bin ich der Moderator. Ich habe nicht nur meine Mitmusiker eingeladen, sondern auch Kollegen, die ich in meiner Karriere kennengelernt habe und schätze. um Mitternacht wollen wir alle zusammen „We Are The World“ von Michael Jackson singen.

Fühlt sich das angesichts der aktuellen Missbrauchsberichte über Jackson nicht seltsam an?

Ich glaube das alles nicht – und ich will es auch nicht glauben. Davon abgesehen: Das Lied selbst hat immer noch eine wunderbare Melodie und einen wunderbaren Text.

Die Einnahmen des Abends gehen an die „Dr. Eder und Mollè Stiftung“, die benachteiligten Mädchen in Kamerun hilft. Wie kamen Sie auf diese Initiative?

Ich habe die Initiatorin Dr. Reginamaria Eder persönlich kennengelernt. Bei ihr habe ich das Vertrauen, dass das Geld ankommt, wo es hingehört.

Sie feiern nicht nur Ihren Geburtstag, sondern auch ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum. Was bringen die nächsten 40 Jahre?

Ich höre jedenfalls nicht auf, auch wenn es nach der „Nacht der Liedermacherlieder“ dieses Missverständnis gab! Eine Karriere wie Johannes Heesters strebe ich aber nicht an, wenn alles scheppert, baumelt und austrocknet, muss man nicht auch noch auf die Bühne.

Was planen Sie konkret?

In zwei Jahren will ich wieder eine „Nacht der Liedermacherlieder“ organisieren, es gibt die „Mitsingen strengstens erlaubt“-Band – und dann plane ich zu meinem 70. ein Singspiel, ein bisschen nach „Tabaluga“-Art, das mein Leben mit seinen Höhen und Tiefen widerspiegelt. Momentan bin ich sehr glücklich, das möchte ich einfach auf die Bühne bringen.

Interview: Marcus Golling

Das Geburtstagskonzert am Samstag, 27. April, beginnt um 19 Uhr im Roxy. Mit dabei sind unter anderem Horst Eberl, Marlies Blume, Markus Munzer-Dorn und Siyou. Karten gibt es an der Abendkasse.

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