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Tradition

16.11.2017

Wann die Glocke erklingen darf

Das neue Glöcklein, das nun im alten Rathaus hängt.
Bild: Inge Pflüger

Die Museumsfreunde Pfuhl haben für das neue Prachtstück im alten Rathaus eine Läut-Ordnung aufgestellt

Der wichtigste Dienst der Kirchturmglocken war und ist bis heute, die Gläubigen zu den Gottesdiensten zu rufen. Es gibt aber auch andere spezielle Zeitpunkte, zu denen die Glocken erklingen. Nach einer eigens aufgestellten Läut-Ordnung werden nun die „Museumsfreunde Pfuhl“ ihr neues Kleinod im alten Rathaus programmieren, damit es solo oder gemeinsam mit ihren großen „Schwestern“ (im Turm der evangelischen St. Ulrichskirche) läutet. Dies machte Vereinsvorsitzender Rolf Dieter Klossika während der jüngsten Vorstandssitzung deutlich.

Wie mehrfach berichtet, beschenkten sich die „Museumsfreunde Pfuhl“ anlässlich ihres 30. Geburtstag selbst: Glockengießer Peter Glasbrenner fertigte für etliche Tausend Euro mit seiner mobilen Glockengießerei am großen Geburtstagsfest – im Mai 2017 – ein bronzenes Glöcklein, damit es wieder im Glockenturm des ehemaligen Rathauses in der Hauptstraße aufgehängt werden kann. Denn die ehemalige Glocke im Rathausturm ist seit Anfang des Zweiten Weltkrieges – wohl am Palmsonntag 1941 – verschollen. Klar ist bis heute einzig: Es wurde weder in Kriegszeiten abgeliefert noch eingeschmolzen. Jetzt haben die Pfuhler wieder ein „Rathausglöcklein“, das zu festen Zeiten geläutet werden soll. Vor Kurzem ist es geweiht worden.

Vereinsringsvorsitzender Klossika informierte, dass die Vereinsmitglieder Hermann Hillmann und Reinhard Raats – die Initiatoren der Glockenaktion – bereits den ersten festen Glockenläute-Termin programmiert haben: das Sonntageinläuten, jeden Samstag um 17 Uhr – zunächst alleine, dann zusammen mit dem Kirchengeläut, machte Raats deutlich. Erklingen soll es außerdem beim Beginn diverser Museumsveranstaltungen, wie etwa Oster- oder Herbstmarkt, oder vor dem traditionellen Adventssingen des Vereinsrings und der „Schwäbischen Weihnacht“, am 10. Dezember. Geläutet werden soll es ebenfalls beim „Silvesterblasen“ und in der Silvesternacht (Null Uhr).

Inwieweit das Glöcklein an kirchlichen Feiertagen und zum Schulanfang – gemeinsam mit den Glocken von St. Ulrich – ertönt wird Hermann Hillmann mit dem evangelischen Pfarrer Robert Pitschak noch regeln, um dann die Zeiten exakt zu programmieren.

Als ersten wichtigen Termin steht für Museums-Glöckchen das traditionelle Adventssingen am Sonntag, 3. Dezember, mit Nikolausbesuch an. Es wird um 17.45 Uhr sozusagen eingeläutet. Die Veranstaltung wird seit Jahren vom Vereinsring Pfuhl organisiert.

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