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Oberhausen

08.07.2019

Warbird-Meeting: Flugshow mit faszinierenden Maschinen

Den Besuchern wurden die aufwendig konstruierten Maschinen vorgeführt. Dem Bau der Flugzeuge geht eine umfangreiche Recherche voraus.
Bild: Margit Kühner

Beim Warbird-Meeting in Oberhausen zeigen zahlreiche Piloten aus ganz Europa ihr Können – und das nicht nur in der Luft.

Liebe zum Detail wurde am Wochenende beim Modellflugclubs (MFC) Oberhausen groß geschrieben, nicht nur bei den vielen Flugzeug- und Hubschraubermodellen, sondern auch beim Programm, dass sich die Verantwortlichen für ihre Veranstaltung ausgedacht hatten. Rund achtundsechzig Piloten aus ganz Europa waren zum neunten Warbird-Meeting in den Weißenhorner Stadtteil gekommen. Vor „vollem Haus“ wurden respektable Flugmanöver vollführt und den staunenden Zuschauern die aufwendig konstruierten Maschinen vorgeführt.

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Nach dem Einfliegen am Freitagabend, war der Samstag den Militärflugzeugmodellen vorbehalten, gespickt mit Flugshows der Jugend- und Nachwuchsflieger. Mit sogenannten Almost Ready to Fly (ARF) oder Schaumstoffmodellen durften diese ihr Können unter Beweis stellen. Gerade diese kostengünstigen Schaumstoffmodelle sind momentan der Renner beim Nachwuchs, flugfertige Modelle kosten dagegen bis zu 70000 Euro. Internationale Showpiloten, das sind Profiflieger der Hersteller, präsentierten obendrein den aktuellen technischen State of the Art.

Knut Huk vom MFC Oberhausen hat hunderte Bücher zum Modellflieger-Bau im Regal

Als Champions League der Modellflieger gelten allerdings die erfahrenen Craks. Sie bauen mit geradezu pedantischer Genauigkeit aktuelle oder historische Flugzeuge nach und fliegen diese dann auch selbst. „Es gilt die diffizile Technik von Militärflugzeugen vom Original maßstabsgetreu ins Modell umzusetzen“, erklärt MFC-Pressewart Knut Huk und macht immer wieder deutlich, dass keiner etwas mit Kriegsverherrlichung am Hut habe. „Jeder von uns hat eine Drehmaschine im Keller.“ Huk bezeichnet die Modellflieger als Multitalente.

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Dem Bau der Flugzeuge gehe eine umfangreiche Recherche voraus, bevor es an die Umsetzung im Maßstab 1:4 bis 1:6 gehen kann. Huk selbst hat dazu mehrere hundert Bücher im Schrank stehen. Möglichst viele Teile entstehen dann in Handarbeit und die Elektronik wird auch noch selbst programmiert. Pressewart Huk ist Spezialist für die Auspuffanlagen der kleinen Flieger. Selbst der Motor soll originalgetreu klingen. „Das ist der hohe Anspruch des Modellbauers“, sagt Huk. „Kleine Flieger“ kann aber auch sehr relativ sein: gut drei Meter Spannweite dürfen es je nach Maßstab schon mal sein.

Modellflug-Veranstaltung in Oberhausen: Für Sicherheit der Zuschauer war gesorgt

In Bezug auf die eigene Veranstaltung äußerte sich der MFC-Pressewart sehr zufrieden. Am Samstagabend glühte die Luft über Weißenhorns Stadtteil. Mit Lichteffekten wurde stimmungsvolle Bilder in den Abendhimmel gemalt. Voll besetzte Bänke, selbst am eher regnerischen Sonntagvormittag, dokumentierten das rege Zuschauerinteresse. „Wir sind eines der größten nicht kommerziellen Warbird-Trefffen in Europa“, weiß Huk.

Dabei stand auch die Sicherheit der Zuschauer in Oberhausen nicht hinten an: Doppelte Fangzäune sicherten die Start- und Landebahn. Dazu lobte Flugleiter Hans Zschippig die Disziplin der Flieger. Spektakuläre oder waghalsige Manöver fanden nur über dem freien Feld statt und Überflüge über die Zuschauerränge waren sowieso verboten.

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