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Neu-Ulm

04.12.2013

Was Thorsten Freudenberger für den Landkreis will

Thorsten Freudenberger
Bild: Roland Furthmair

CSU-Bewerber für das Landratsamt diskutiert sein Wahlprogramm bei Bürgerforen

Wenn sich der Landkreis Neu-Ulm auf den Erfolgen der vergangenen Jahre ausruht, glaubt Thorsten Freudenberger, würde das zum Scheitern führen. Der Landratskandidat der CSU hat jetzt das Programm vorgelegt, mit dem er in den Wahlkampf ziehen will. Sollte er Nachfolger von Erich Josef Geßner werden, dann werde er auf das erfolgreiche Fundament aufbauen, das dieser geschaffen habe – und trotzdem neue Impulse für die Zukunft setzen.

Als eine der größten Herausforderungen hat Freudenberger den demografischen Wandel ausgemacht. Im Landkreis werden demnach in Zukunft immer mehr ältere Bürger leben. Es gelte, die Angebote für die Senioren auszubauen, ohne natürlich die Bedürfnisse junger Familien zu vernachlässigen. Funktionierende Kinderbetreuung und leistungsfähige Schulen seien letztlich ein Rezept gegen den drohenden Fachkräftemangel. „Investitionen in die Bildung werden weiterhin höchste Priorität genießen“, verspricht Freudenberger, der als Gymnasiallehrer arbeitet. Das Bildungszentrum Roggenburg, die Kreismuseen und die Volkshochschule sind für ihn die Pfeiler des kulturellen Lebens im Kreis. Die Archäologische Sammlung will er wieder einrichten – im alten Landratsamt in Illertissen.

Bekenntnis zu allen drei Klinikstandorten

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Im Bereich der medizinischen Versorgung spricht sich Freudenberger dafür aus, die drei Klinikstandorte Neu-Ulm, Weißenhorn und Illertissen zu erhalten. Nach dem Motto „Global denken – lokal handeln“, müsse sich der Landkreis seiner Verantwortung in Sachen Klimaschutz stellen. „Ich bin kein Grüner, aber ein Kind der Umweltbewegung“, sagt Freudenberger. So wolle er beispielsweise einen neuen Anlauf unternehmen, um die Abwärme des Weißenhorner Müllkraftwerks zu nutzen. Der Anteil der erneuerbaren Energien müsse gesteigert werden und der Landkreis weiter voll auf Energiesparen und Klimaschutz setzen. Die Landkreisverwaltung etwa will Freudenberger künftig mit Elektroautos ausrüsten.

Diepositive wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises sei kein Zufall, sondern auch Ergebnis guter Politik und effektiver Verwaltung. „Wir stehen für zügige Genehmigungsverfahren“, sagt er. Der Landkreis solle sich als starke „Herzregion des Schwabenbundes“ zwischen Stuttgart und München etablieren. Dazu gehören für den 40-Jährigen gute Verkehrsanbindungen auf Schiene und Straße. Nach der Reaktivierung der Bahnstrecke Weißenhorn-Senden, einem „Meilenstein“ in der Verkehrsplanung der Region, müsse nun die Bahnstrecke Ulm Oberstdorf ausgebaut werden. Aber auch der Verkehrsanbindung der ländlichen Gebiete des Landkreises müsse die volle Aufmerksamkeit gelten. Zügige Datenleitungen seien genauso wichtig. „Beim besonders schnellen Internet besteht noch Bedarf“, sagt der Vöhringer, der demnächst nach Nersingen zieht.

Das Wahlprogramm, das die Spitzen der Kreis-CSU verabschiedet haben, sieht Freudenberger als Diskussionsgrundlage, über die er bei einer Reihe von Veranstaltungen mit den Bürgern sprechen will. „Wir suchen in fünf Bürgerforen das Gespräch mit den Menschen im Landkreis. Zu den Leitthemen werden wir jeweils Experten einladen und dann mit den Bürgern Wege für die Zukunft erarbeiten.“

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