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25.01.2020

Was den Ausbau der Illertalbahn möglich macht

Die Bahnstrecke Ulm – Kempten und der Abstecher nach Weißenhorn sollen moderner werden.
Foto: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Nach den ursprünglichen Plänen standen die Chancen für eine zügige Lösung beim Ausbau der Illertalbahn schlecht. Doch Bund und Freistaat helfen zusammen.

Bis zum Jahr 2030 will der Bund 62 Milliarden Euro in Bahnprojekte stecken, sowohl Schienennetze als auch Züge sollen so finanziert werden. Die Deutsche Bahn steuert dafür 24 Milliarden Euro bei. Davon profitiert auch die Region: Ein Teil des Gelds wird für den Ausbau der Illertalbahn ausgegeben. Für den hätte es ohne dieses Milliardenpaket erst einmal schlecht ausgesehen. Denn im Bundesverkehrswegeplan 2030 ist die Bahnstrecke zwischen Ulm und Kempten nicht aufgeführt. Der Plan, der vor dreieinhalb Jahren beschlossen wurde, enthält eine Prioritätenliste: In die Projekte, die es auf diese Liste geschafft haben, sollen 80 Prozent der Bundesfördermittel für Verkehrsvorhaben fließen.

Lesen Sie auch den Kommentar: Der Ausbau der Illertalbahn war noch nie so nah in Sicht

Jetzt gibt es durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz einen neuen Fördertopf, der entsprechende Beschluss fällt voraussichtlich in der kommenden Woche. Der Bund stellt den Ländern Geld zur Verfügung, um die Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden zu verbessern. 330 Millionen Euro fließen in den Ausbau der Illertalbahn. Wie berichtet, wird die Strecke elektrifiziert, Teilstücke werden zweigleisig, Bahnhöfe und Technik werden modernisiert, weitere Halte werden verlegt oder neu gebaut. Dank dieser Verbesserungen sollen Züge auf der stark befahrenen und derzeit störungsanfälligen Strecke künftig im Halbstundentakt in beide Richtungen verkehren können. Damit der Ausbau schnellstmöglich beginnen kann, will der Freistaat das Fördergeld vorstrecken.

Bahn: Strecke von Ulm nach Kempten soll bis 2030 ausgebaut werden

Der Illertisser Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner nennt die Entscheidung der Bundesregierung, Fördergeld bereitzustellen, und die Bereitschaft des Freistaats, diese Mittel auszulegen, eine „glücklichen Fügung“. Die entsprechenden Entscheidungen seien in den vergangenen Wochen gefallen. „Dieses Zusammenspiel über Parteigrenzen hinweg ist eine einmalige Chance. Und diese Chance nutzen wir jetzt“, sagt der SPD-Politiker.

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26.01.2020

>> 330 Millionen Euro fließen in den Ausbau der Illertalbahn (Neu-Ulm-MM-Kempten). Wie berichtet, wird die Strecke elektrifiziert, Teilstücke werden zweigleisig, Bahnhöfe und Technik werden modernisiert, weitere Halte werden verlegt oder neu gebaut. <<

Das liegt in Bayern!

Und in der Region Augsburg?

Da vertändelt der tollpatschige CSU Landrat Sailer gerade die termingerechte Reaktivierung der Staudenbahn. Dazu droht er noch mit Verhinderung einer attraktiven Tramverbindung zwischen HBF und Uniklinik, wenn regionale Schienennahverkehr Richtung Ulm (Regional-S-Bahn darf man ja in Augsburg nicht sagen) nach dem Willen der Stadt Augsburg künftig 2 statt nur 1 Gleise zur Verfügung hat. (2 Gleise Mischverkehr mit Güterverkehr ggü. 1-gleis nur Nahverkehr; jeweils zzgl. 2 Gleise mit ICE Verkehr).

https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/Streit-ueber-ICE-Trasse-Landrat-droht-der-Stadt-Augsburg-id56062191.html

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