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Landkreis Neu-Ulm

08.01.2020

Was der Illertalbahn Probleme bereitet

Auf der Illertalbahn gab es zuletzt mehr Verspätungen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Viele Störungen, viele Verspätungen: Der Freistaat räumt Schwierigkeiten auf der Bahnstrecke Ulm-Kempten ein. Eine Expertenrunde diskutiert über Lösungsansätze.

Die Zahl der Störungen an Signalanlagen, Bahnübergängen und Weichen an der Illertalbahn hat sich seit Jahresbeginn 2019 bis Ende September des vergangenen Jahres verdoppelt. Das geht aus einer Antwort des Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr auf eine schriftliche Anfrage des Oberallgäuer Abgeordneten Thomas Gehring hervor. Gehring, der für die Grünen im Landtag sitzt, hatte sich nach Störfällen, ihren Ursachen und Lösungsansätzen erkundigt.

Zu den Störungen durch Probleme mit der Infrastruktur kamen Verspätungen, die durch Bauarbeiten verursacht wurden. Verzögere sich ein Zug, übertrage sich das wegen der eingleisigen Strecke auf alle weiteren Verbindungen, heißt es in der Stellungnahme des Ministeriums. Dies zeigen nach DB-Angaben, so das Ministerium weiter, auch die hohen durchschnittlichen Verspätungsminuten in Kellmünz und Illertissen. Zudem müsse in Ulm oft auf verspätete Fernverkehrszüge gewartet werden, was sich wiederum auf alle weiteren Züge übertrage.

Illertalbahn: Viele Störungen bei Regionalzügen auf der Strecke Ulm-Kempten

Um die Probleme zu lösen, habe sich der Freistaat bei einer „Expertenrunde Pünktlichkeit“ intensiv mit den Verzögerungen auf dem Abschnitt Ulm–Kempten auseinandergesetzt. Die derzeitige Lage sei nicht zufriedenstellend, man werde sie in einem weiteren Gespräch mit der Bahn-Tochter DB Regio thematisieren und dabei über eventuelle Maßnahmen zur Qualitätssteigerung sprechen. Wegen der häufigen Störungen habe der Freistaat regelmäßig Kontakt mit der Infrastrukturbetreibergesellschaft DB Netz.

Was der Illertalbahn Probleme bereitet

Um wie viele Minuten sich die Züge in Kellmünz und Illertissen im Schnitt verspäten, ist nicht aufgeführt. Das Ministerium verweist auf die offiziellen Messstellen in Ulm, Neu-Ulm, Senden und Memmingen. Auch hier wird die Verschlechterung deutlich – am stärksten in Senden. Dort waren Züge im vergangenen Jahr zu 86,8 Prozent pünktlich, 2018 lag dieser Wert noch bei 93,8 Prozent. In Ulm sank die Pünktlichkeit von 87,8 Prozent auf 85,8 Prozent, in Neu-Ulm von 92,8 Prozent auf 89,7 Prozent und in Memmingen von 91,6 Prozent auf 85,1 Prozent. Der landesweite Durchschnitt liegt bei 92,4 Prozent.

Anschlussprobleme gab es nach Angaben des Ministeriums am häufigsten in Ulm. Trotzdem genügte die Umsteigezeit in 94,3 Prozent der Fällen (2018: 94,6 Prozent). Es folgen Neu-Ulm (2019: 95 Prozent; 2018: 95,9 Prozent), Memmingen (2019: 97,1 Prozent; 2018: 96,9 Prozent) und Senden (2019: 97,7 Prozent; 2018: 98,6 Prozent. Der landesweite Durchschnitt liegt bei 95,7 Prozent.

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