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Ulm

07.12.2020

Was folgt auf den McDonald’s-Container in der Ulmer Bahnhofstraße?

Anfang November ist der McDonald’s-Container in der Ulmer Bahnhofstraße abgebaut worden. Die Baustelle für die Neugestaltung hat die Stadt aus Rücksicht auf die Händler verschoben, der Bereich wurde provisorisch hergerichtet.
Bild: Oliver Helmstädter

Plus Eine Übergangslösung folgt auf Übergangslösung in der Bahnhofstraße, weil die Stadt Ulm auf die Händler Rücksicht nehmen will. Das hat sie vor.

Der McDonald’s-Container in der Bahnhofstraße war eine Übergangslösung, die zwischenzeitlich so wirkte, als sei sie für die Ewigkeit geschaffen. Nun ist er weg. Doch bis die Ulmer Fußgängerzone komplett neu gestaltet ist, wird es zwei weitere Übergangslösungen geben. Mit einer will die Stadt den Händlern entgegenkommen.

Ulm soll nach 50 Jahren eine neue Fußgängerzone bekommen, die das Stadtbild wiederum für etwa vier Jahrzehnte prägen soll. Die Arbeiten dafür könnten in vier oder fünf Jahren beginnen, im Frühsommer haben die Stadträte im Bauausschuss schon einmal ausgiebig über das Thema diskutiert. Weil sich ja ohnehin wieder alles verändern dürfte, soll für die nun leere Container-Fläche eine vergleichsweise günstige, aber ansehnliche und flexible Übergangslösung her. Darauf haben sich die Stadtpolitiker geeinigt: Auf einem Sand- oder Kiesboden wird eine geschwungene Sitzbank mit Holzoberfläche aufgestellt. Zudem sind ästhetisch wertvolle Spielelemente mit einem skulpturalen Charakter sowie Bäume vorgesehen, die in Trögen in den Boden gesetzt werden. Alle Bestandteile sollen später bei Bedarf versetzt werden können – zum Beispiel eben bei der endgültigen Umgestaltung der Fußgängerzone. Rund 90000 Euro soll diese Übergangslösung kosten.

Ulmer Bahnhofstraße: Stadt stellt Pläne vor

Der McDonald’s-Container ist inzwischen weg, auch wenn er deutlich später als vereinbart abgebaut worden ist. Die Stadt hatte erwartet, dass das Provisorium spätestens Ende September weg ist, am Ende dauerte es noch fast einen Monat länger. Im Jahr 2013 hatte sich die Fast-Food-Kette zwischen Peek & Cloppenburg und Galeria Kaufhof niedergelassen. Das Gebäude, in dem McDonald‘s vorher Burger briet, war 2013 abgerissen worden, die Stadt hatte dem Fast-Food-Riesen als Ausgleich den Container zur Verfügung gestellt, der bei den Händlern in der Bahnhofstraße immer wieder Ärger hervorrief – weil er beispielsweise den Blick auf Geschäfte verbaute, was aus ihrer Sicht die Kundschaft abschreckte.

Nun ist der Container weg, doch die Übergangslösung soll noch warten. Denn die corona-geplagten Kaufleute sollen nicht noch einmal die Leidtragenden sein: „Wir wollten den Einzelhändlern in der Vorweihnachtszeit keine weitere Baustelle in der Bahnhofstraße zumuten“, erklärt Chefstadtplaner Peter Rimmele. Daher habe man sich für die nächsten Wochen zunächst für eine provisorische Gestaltung entschieden: Die Fläche, auf der vorher der Container stand, ist geschottert und mit Sand abgestreut worden, beleuchtete Weihnachtsbäume verzieren den Bereich.

Die Baustelle für die Gestaltung mit Bank, Bäumen und Spielelementen soll im neuen Jahr in Angriff genommen werden, sobald es die Witterung zulässt, kündigt Rimmele an. Alles solle noch vor Ostern fertiggestellt sein.

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