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Weißenhorn/Buch

09.08.2019

Was schlummert im Boden der ehemaligen Hausmülldeponie?

Die Stadt Weißenhorn lässt untersuchen, ob Schadstoffe im Boden einer ehemaligen Hausmülldeponie stecken.
Bild: Johann Stoll (Symbolfoto)

Eine Firma erkundet das Gelände zwischen Bubenhausen und Gannertshofen nach Altlasten. Sollte eine Sanierung notwendig sein, könnte das teuer werden.

Seit Jahrzehnten ist die ehemalige Hausmülldeponie zwischen Bubenhausen und Gannertshofen nicht mehr in Betrieb. Doch ihre Hinterlassenschaften im Untergrund könnten Fachleute noch auf Jahre hinaus beschäftigen.

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Um detaillierter zu erkunden, welche Altlasten im Boden der ehemaligen Mülldeponie schlummern, hat die Stadt Weißenhorn mit Zustimmung des Bauausschusses ein Geo- und Umweltbüro aus Starnberg beauftragt. Die Arbeiten haben einen Auftragswert von knapp 52.000 Euro.

Fachleute setzen neue Grundwassermessstellen

Sobald die Ernte eingeholt ist, werden die Fachleute mit ihren Untersuchungen beginnen. Wie Thomas Pieper, Bautechniker bei der Stadt Weißenhorn, auf Nachfrage berichtet, werden sie neue Grundwassermessstellen – sogenannte Pegel – setzen, über die sie Informationen über mögliche Schadstoffe im Boden erhalten. Bei einem entsprechenden Schadensbild müsse der Boden ausgetauscht werden, sagt Pieper. Das wäre allerdings ein extrem teures Unterfangen.

Was schlummert im Boden der ehemaligen Hausmülldeponie?

Bürgermeister Wolfgang Fendt betont: Wenn bei einer Altlastenerkundung tatsächlich etwas herauskommt, dann könne die Sanierung einer ehemaligen Deponie zu einem Fass ohne Boden werden. Doch die Stadt Weißenhorn sei in einem solchen Fall keineswegs ruiniert, beruhigt der Rathauschef. Denn es gebe einen gemeinsamen Altlastenfonds, in den auch die Kommune einzahle. „Unser Anteil liegt bei 100.000 Euro“, sagt der Bürgermeister.

Weißenhorn, Buch und der Freistaat trafen eine Vereinbarung

Die Federführung bei der Altlastenerkundung hat die Regierung von Schwaben. Um festzustellen, wie stark und in welchen Bereichen die ehemalige Deponie überhaupt belastet ist und welche konkreten Sanierungsmaßnahmen sich daraus ergeben, wurde eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen der Stadt Weißenhorn, der Marktgemeinde Buch und dem Freistaat Bayern – in dem Fall vertreten durch die Regierung von Schwaben – getroffen. In diesem Dokument wurde festgelegt, dass die Stadt Weißenhorn die Erstellung des erforderlichen Gutachtens ausschreibt. Das maßgebliche Leistungsverzeichnis für die Arbeiten wurde in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern erstellt.

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