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Ulm

26.05.2020

Wegen Corona: Peta fordert Aus für Reptilienbörse Ulm

Die Tierrechtsorganisation Peta will Reptilienbörsen abschaffen.
Bild: Anne Wall (Symbolfoto)

Die Tierrechtsorganisation Peta sieht die Reptilienbörse Ulm und ähnliche Märkte als potenziellen Auslöser für Pandemien. Die Aktivisten haben sich an OB Czisch gewandt.

Die Tierrechtsorganisation Peta fordert in einem Schreiben an Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch und die Fraktionen im Gemeinderat, dass die Ulmer Reptilienbörse nie wieder stattfinden soll. Die Aktivisten verweisen dabei auf die Corona-Pandemie.

Wildtierbörsen begünstigten die Entstehung und Verbreitung von Viren und Bakterien: Durch das Coronavirus sei deutlich geworden, wie gefährlich der Handel mit exotischen Tieren ist. Peta habe daher appelliert, die regelmäßig stattfindende Reptilienbörse dauerhaft zu schließen, teilt eine Sprecherin der Tierrechtsorganisation mit. Man erwarte von den Politikern, dass sie den Ernst der Lage erkennen und den Verkauf exotischer Tiere auf Börsen verbieten – auch, um künftige Pandemien zu verhindern.

Tierrechtsorganisation Peta fordert Aus für Reptilienbörse Ulm

„Die Reptilienbörse in Ulm darf nie wieder öffnen. Der Handel und die Ausbeutung von Wildtieren haben nicht nur die aktuelle Corona-Krise ausgelöst, sondern in der Vergangenheit bereits zahlreiche tödliche und hochansteckende Pandemien verursacht– darunter die Sars-Pandemie, die Vogelgrippe H5N1, das Ebolafieber und sogar Aids“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei Peta. Die Kommunalpolitiker stünden in der Verantwortung, die Bevölkerung vor weiteren Pandemien und gefährlichen Krankheiten zu schützen. Dem US-amerikanischen National Center for Biotechnology Information zufolge stehe fest, dass mit 72 Prozent der größte Teil aller Zoonosen aus dem Kontakt mit wild lebenden Tierarten resultiert. Ulm könne nun ein kommunales Verbot für Exotenbörsen aussprechen.

Wegen Corona: Peta fordert Aus für Reptilienbörse Ulm

Die Reptilienbörse Ulm, nach Angaben ihrer Organisatoren eine der größten ihrer Art in Deutschland, findet jährlich im Herbst auf dem Messegelände in der Friedrichsau statt. (az)

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