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05.06.2009

Weißenhorn für die Zukunft gewappnet

Weißenhorn Auch wenn sich die Wirtschaftskrise noch stärker bemerkbar machen sollte: Für Weißenhorn ist sie kein großes Thema. Die Kämmerei hat die Schwachpunkte in einem "Worst-Case-Szenario" (siehe Info-Kasten) ausgelotet und festgestellt, dass die finanziellen Auswirkungen, die darin hypothetisch dargestellt werden, weit weniger gravierend sind als vermutet. Entsprechend entspannt war das Klima bei der Haushaltsverabschiedung im Stadtrat am Donnerstagabend, die einstimmig erfolgte. Aufgrund der erfreulichen Finanzlage auf längere Sicht - trotz Hauptplatzumbau, Schlössersanierung und Ausbau Memminger Straße befinden sich noch gut sieben Millionen Euro in den Rücklagen - sollte auch an den Bau einer Veranstaltungshalle gedacht werden, lauteten Wünsche aus dem Gremium.

Alfred Haas ( CSU), der die Überprüfung der Finanzplanung bis 2012 angeregt hatte, dass die Beispielrechnung mit deutlich verminderten Gewerbesteuer- und Einkommensteuereinnahmen zwar aufzeigt, dass es zwei Jahre lang notwendig sein könnte, Mittel aus der Rücklage dem Verwaltungshaushalt zuzuführen. Die Rücklage werde dadurch aber keineswegs vorzeitig leer geräumt und es verblieben genügend Mittel, um die angepackten Maßnahmen durchzuziehen. Schlimmstenfalls könnten die in anvisierten Vorhaben gestreckt oder aufgeschoben werden. Die relative späte Verabschiedung des Zahlenwerks - sonst meist im März - weise wenig Risiken auf. "Über zwei Jahrzehnte hatten wir eine ganz andere Situation in Weißenhorn", sagte Hermann Geiger ( SPD). Als positiv wertete er die kontinuierliche Schuldentilgung, die weiter fortgesetzt werden könne. Gewerbesteuererhöhungen seien kein Thema und die Gebühren seien deutlich nach unten angepasst worden. "Der Bürger erkennt, dass die Haushaltsführung in Ordnung ist." Sorge bereitet ihm die Steigerung bei den Personalkosten. Geiger lobte, dass der Radweg Oberhausen-Weißenhorn in den Etat-Beratungen nach vorne gerückt ist. Er müsse jetzt auch im Kreishaushalt verankert werden. Für Schrannensanierung und eine Sporthalle gelte es, rechtzeitig zu sparen.

Auf der sprichwörtlichen "Wolke 7", sieht Werner Weiss (WÜW) den Stadtrat. Er warnte davor, in eine "Entschuldungs-Bulimie" zu verfallen, um nicht auf sinnvolle Einrichtungen - auch in Bezug auf den Tourismus - verzichten zu müssen. Der TSV Weißenhorn warte sehnsüchtig auf eine Sporthalle. Außerdem bewege sich der Kulturbetrieb auf "Kleinstadtbühnenniveau". Weiss ermutigte die Stadt, die Schranne, wenn sich nichts anderes ergibt, in Eigenregie in Angriff zu nehmen, "auf dass Weißenhorn so wird, wie wir uns das vorstellen".

Die Dorfplatzsanierung in Wallenhausen dürfe finanziell nicht aus dem Ruder laufen und die Witzighauser Straße in Attenhofen müsse als Schulweg und wegen der Anlieger endlich asphaltiert werden, darauf machte Alexander Engelhard (PWG) aufmerksam. Franz Josef Niebling (CSU) bat um Berücksichtigung des Radwegbaus von Biberachzell nach Biberach.

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