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17.02.2015

Weißenhorn ist heute fest in Narrenhand

Der Weißenhorner Faschingsumzug  soll rund 10000 Narren locken
Bild: Alexander kaya

 Zum großen Umzug werden 94 Gruppen erwartet. Veranstalter haben sich auch mit dem Thema Terror befasst

Weißenhorn ist heute das närrische Zentrum der ganzen Region: Um zehn Uhr beginnt der große Faschingsumzug, zu dem sich in diesem Jahr 94 Gruppen aus nah und fern angesagt haben. Die Veranstalter von der Interessengemeinschaft Weißenhorner Fasnacht (IWF) rechnen mit einer „tollen Parade bei bestem Wetter“.

Überschattet wurden die Planungen auch in Weißenhorn durch die Nachricht, dass in Braunschweig ein Karnevalszug abgesagt wurde – wegen Hinweisen auf einen Terroranschlag. Nicht zuletzt wegen der Anschläge in Dänemark, bei denen am Wochenende zwei Menschen getötet und fünf verletzt wurden, machen sich auch die Weißenhorner Narren ihre Gedanken. Eine Absage sei allerdings nie ein Thema gewesen. Gespräche mit der Polizei hätten ergeben, dass keinerlei Hinweise auf einen möglichen Anschlag vorliegen.

Hätte es einen Terrorhinweis wie in Braunschweig gegeben, dann hätte wohl auch die IWF den Umzug abgesagt, so Vorsitzender Michael Riedel. Ob sich eine Terrorwarnung im Nachhinein nun als unbegründet darstelle oder nicht, sei dabei egal. „Die Sicherheit ist noch immer das Wichtigste.“ Könne diese nicht mehr gewährleistet werden, sei eine Absage unumgänglich.

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Als Vorsitzender der IWF organisiert Riedel selbst den größten Umzug im Landkreis. Rund zehntausend Narren werden an diesem Vormittag beim Faschingsumzug in Weißenhorn erwartet – für deren Sicherheit die IWF als Veranstalter verantwortlich ist.

Die Entscheidung, den Karnevalszug in Braunschweig abzusagen, kann Riedel deshalb gut verstehen, auch wenn die Absage eines Umzugs gleichzeitig bedeute, dass der Veranstalter selbst auf allen Unkosten sitzen bleibt. „Natürlich ist das schade“, sagt Riedel, „aber verkraftbar. Sollte tatsächlich etwas passieren, wäre das unbezahlbar.“ Die Weißenhorner sehen ihre Veranstaltung aber nicht in Gefahr, zumal es bei den Motivwagen hauptsächlich um kommunale Themen gehe. Einem ausgelassenen Faschingsausklang in der Fuggerstadt stehe jedenfalls nichts im Wege.

Das Sat-1-Regionalfernsehen Bayern sendet um 17.30 Uhr einen Bericht vom Umzug.

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