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Weißenhorn

29.05.2015

Weißenhorn macht die Biege

Viel Verkehr in der Kurve: Hunderte Autos fahren jeden Tag durch den Kreisverkehr an der Illerberger Straße in Weißenhorn. Weil es dort morgens und abends zu Staus kommt, soll eine Umfahrung des Kreisels hin zur Südtangente entstehen. Bis dieser Bau umgesetzt wird, kann aber noch einige Zeit vergehen.
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Viel Verkehr in der Kurve: Hunderte Autos fahren jeden Tag durch den Kreisverkehr an der Illerberger Straße in Weißenhorn. Weil es dort morgens und abends zu Staus kommt, soll eine Umfahrung des Kreisels hin zur Südtangente entstehen. Bis dieser Bau umgesetzt wird, kann aber noch einige Zeit vergehen.
Bild: Alexander Kaya

Bürger und Räte wünschen sich am Kreisverkehr der Illerberger Straße einen Bypass in Richtung Südtangente. Er soll Wartezeiten verkürzen – lässt aber selbst noch auf sich warten

Wer morgens oder am frühen Abend von der Autobahn aus in die Fuggerstadt fährt, braucht mitunter Geduld: Zu den Stoßzeiten reihen sich die Wagen vor dem Kreisverkehr in der Illerberger Straße, der Stau reicht oft am Sportgelände vorbei. Abhilfe schaffen könnte eine Umgehung um den Kreisel, von der Illerberger Straße hin zur Südtangente, die am Freibad vorbeiführt. Ein so genannter Bypass würde den Verkehr am fließen halten, die Staus verkleinern und die Geduld der Verkehrsteilnehmer schonen – davon gehen mehrere Weißenhorner aus.

Regelmäßig weisen auch Stadträte darauf hin, zuletzt hat die SPD-Fraktion einen Antrag im Stadtrat vorgelegt. „Da klemmt es zu verschiedenen Zeiten“, betonte Herbert Richter, als der Vorschlag kürzlich in einer Sitzung aufs Tapet kam. Vorgelegt worden war der Antrag bereits im November, jetzt gab es Zustimmung von Seiten der CSU – „das ist wichtig“, stellte Fraktionschef Franz Josef Niebling fest. Die Verwaltung sei nicht untätig gewesen, sagte Bürgermeister Wolfgang Fendt. Man habe viele Gespräche geführt, das Staatliche Bauamt sei „an der Sache dran“. Allerdings seien von den zuständigen Behörden für den Bypass momentan keine Gelder vorgesehen.

Das bestätigte Bastian Wufka, der beim Staatlichen Bauamt in Krumbach zuständig für die Straßen im Landkreis Neu-Ulm ist, auf Anfrage. So bald werden sich die Weißenhorner Wünsche nach einer Umfahrung des Kreisels also wohl noch nicht erfüllen – der Bypass könnte frühestens im Jahr 2018 gebaut werden, sagte Wufka. Ein Grund dafür: Andere Vorhaben stehen auf der Prioritätenliste weiter oben. Ein Beispiel: Die unfallträchtige T-Kreuzung bei Pfuhl, an der die die NU8 (von Thalfingen her) in die Staatsstraße 2023 (zwischen Pfuhl und Burlafingen) mündet. Dort entsteht ein Kreisverkehr. „Da gibt es ein Sicherheitsproblem“, sagt Wufka. Das hat die Unfallkommission des Landkreises festgestellt, die aus Vertretern von Landratsamt, Polizei und staatlichem Bauamt besteht. Eine ähnlich hohe Dringlichkeit sieht die Jury am Kreisel in der Weißenhorner Illerberger Straße nicht.

Trotzdem habe man den Bypass in der Fuggerstadt auf dem Schirm, sagte Wufka. Das Vorhaben soll demnächst im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Landkreises Neu-Ulm vorgestellt und dann ins Investitionsprogramm aufgenommen zu werden.

Der Kreis Neu-Ulm müsste rund ein Viertel der Baukosten übernehmen, weil die Illerberger Straße (NU14) eine Kreisstraße ist – zumindest bis zum Kreisverkehr. Für die drei anderen Äste sei der Staat zuständig, der drei Viertel der Summe übernehmen müsse, so Wufka. Bevor es eine Zusage gibt, müsse der Kreisausschuss zustimmen.

Tut er das, kann die Planung für den Bau beginnen. Zunächst muss das Areal rund um den Kreisel vermessen werden, dafür ist das kommende Jahr vorgesehen. Wie viel Zeit bis zum Bau noch vergeht, sei „ziemlich schwer abzuschätzen“, so Wufka. Frühestens sei da Jahr 2018 dafür vorgesehen. „Es kann aber auch später werden.“

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