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Weißenhorn

26.03.2015

Weißenhorn zieht nach: solide Zahlen zum Abschied

Die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn präsentierte solide Zahlen.
Bild: Alexander Kaya

Vor der Fusion mit der Volksbank Neu-Ulm präsentiert sich wohl letztmals die VR-Bank aus der Fuggerstadt.

Den Anfang vom Ende getrennter Pressekonferenzen machte am Dienstag die Volksbank Neu-Ulm. Die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn zog mit ihren Zahlen nun nach, bevor die beiden genossenschaftlich organisierten Kreditinstitute im Mai von den Vertreterversammlungen vermutlich das Okay für eine Fusion bekommen.

Offenbar abgestimmt war bereits die Wortwahl: Fast identisch wie am Vortrag das Neu-Ulmer Führungsduo Steffen Fromm und Werner Deubel sprachen sich auch die Weißenhorner Vorstände Alois Spiegler und Wolfgang Seel für die Heirat von „zwei starken Banken“ aus. Die generell schwierigen Rahmenbedingungen - insbesondere die Nullzinspolitik sowie Ressourcen verbrauchende, sich exorbitant vermehrende Regularien – würde das Handeln als eine größere VR-Bank Neu-Ulm einfacher machen. „Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt. Kleinstaaterei ist passé“, sagte Spiegler. „Wir wollen aktiv gestalten und uns nicht gestalten lassen“, fügte Seel hinzu. Als „solides Gesamtergebnis“ umschrieben die Vorstände die vermutlich letzte Bilanz der VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn. Vor fast sämtlichen Ziffern als auch dem Gewinn steht ein Plus in dem umfangreichen Zahlenwerk.

Eine Ausnahme bildet ein Rückgang des Zinsüberschusses um 6,2 Prozent, dem jedoch ein starkes Wachstum beim Wertpapiergeschäft gegenüber steht. Der Bestand an Wohnbaudarlehen ist überdurchschnittlich um 6,4 Prozent auf rund 362 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wie die beiden Vorstände betonten, handelt es sich beim Wohnbaugeschäft seit jeher um ein Kerngeschäftsfeld der VR-Bank. Das Wohnbau-Neugeschäft bewegt sich mit etwa 90 Millionen Euro weiter auf hohem Niveau und habe sich konstant zum Vorjahr entwickelt

Mit einer Bilanzsumme von 891 Millionen Euro (plus 4,1 Prozent) werden die Weißenhorner der gewichtigere Teil der bevorstehenden Bankenhochzeit werden. Der Bilanzgewinn liegt mit 2,1 Millionen Euro zwar auf dem höchsten Stand seit mindestens 2010, doch die kleinere Neu-Ulmer Volksbank meldet hier seit Jahren um die fünf Millionen Euro. Im neuen „gemeinsamen Haus“ solle das Beste aus beiden Banken vereint werden. Details hierzu – wer wo seine Schwächen oder Stärken hat – wollen die Vorstände nicht verraten – um den Frieden in den Häusern nicht zu gefährden. „Ich habe eigentlich noch keine einzige negative Stimme zur Fusion gehört“, sagte Spiegler, der auch betonte, dass die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn schon jetzt die strengen Eigenkapitalstandards der „Basel-III-Regelungen“ erfülle. Mit einem erwirtschafteten Eigenkapital in Höhe von 10,33 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme gehöre die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn zu den eigenkapitalstärksten Kreditinstituten der Region. „Das ist eine schöne, solide Basis für die Herausforderungen der Zukunft“, sagte Spiegler. Und er meinte damit nicht nur die eigenen Zahlen, sondern auch jene der „Braut“ aus Neu-Ulm. Faktisch geben es keinerlei Konfliktpotenzial im Vorfeld der Fusion. Das letzte Wort hat am 20. Mai der „Souverän“, also die Vertreterversammlung der VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn. Wie berichtet, entsteht dann mit der VR-Bank Neu-Ulm die mit Abstand größte Genossenschaftsbank im Landkreis Neu-Ulm und mit einer Bilanzsumme von dann etwa 1,4 Milliarden Euro das fünftgrößte Institut im Genossenschaftsverband Schwaben.

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