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Bundeswehr

11.04.2011

Weiter Bangen um Standort Ulm

Generalleutnant Markus Bentler im Vortrag.
Bild: Foto: grr

Kommandant bei sicherheitspolitischer Veranstaltung im Kornhaus: „Noch ist nichts entschieden“

Ulm Die im Zuge der Bundeswehrreform vorgeschlagene Verlegung des „Kommandos Operative Führung Eingreifkräfte“ von Ulm nach Potsdam bleibt eine Hängepartie. Oberbürgermeister Ivo Gönner frohlockte auf der „Sicherheitspolitischen Veranstaltung“ im Kornhaus zwar schon mal, das Kommando bleibe. Doch Befehlshaber Markus Bentler stellte klipp und klar fest, noch sei nichts entschieden.

„Einen neuen Wind“ verspürte Ivo Gönner in dem seit Jahrzehnten im zeitigen Frühjahr im Kornhaus üblichen Zusammentreffen militärischer und ziviler Spitzenkräfte der Region. Das komme nicht allein vom neuen Termin, der von Ende Januar auf Anfang April verlegt worden sei. Es liege vor allem an dem „mit einem mobilen Mikrofon ausgestatteten und nun hier über die Bühne tänzelnden Befehlshaber Bentler“. Dann kam Gönner zu seinem Herzensanliegen und dankte allen aus Politik und Militär, „für Ihren Einsatz, dass dies Kommando nun doch hier in Ulm bleibt“. Seine Aufgaben nach Potsdam zu übertragen, wie wohl mal gedacht gewesen, heiße doch, „Perlen vor die Säue zu werfen“. Generalleutnant Markus Bentler als Befehlshaber des Kommandos Operative Führung Einsatzkräfte antwortete dem Oberbürgermeister zwar erst ganz am Schluss seiner „Kornhaus-Rede“ über „Einsatz als Auftrag – Gedanken zur Zukunft der Bundeswehr“, tat dies dann aber sehr deutlich. „Die Strukturkommission der Bundeswehr hat uns der Auflösung anempfohlen.“ Entscheidungen seien noch nicht gefallen. „Wir bringen auf allen Ebenen unsere Argumente ein und werben für die unverzichtbaren Fähigkeiten des Kommandos.“ Es gebe mittlerweile viel Unterstützung. Der Wind scheine zu drehen.

Es wird weiter am Erhalt des Standorts gearbeitet

Weiter Bangen um Standort Ulm

Die Messlatte für oder wider den Verbleib des Ulmer Kommandos müsse an den weltpolitischen Entwicklungen angelegt werden. Da zählten Einsatzbereitschaft und tatsächlich verfügbare Fähigkeiten, nicht aber „Powerpointvorträge und Absichtserklärungen“. Die einzige Antwort auf die Unsicherheit und Ungewissheit in der Welt liege in sofort einsatzbereiten, schnell und weltweit verlegbaren Hauptquartieren. „Mit dem Kommando in Ulm arbeiten wir daran.“ Vom „Einsatz her zu denken“, bedeute für ihn, sagte Generalleutnant Bentler, das Kommando Operative Führung zu erhalten. Im Pressegespräch erklärte er anschließend, für Monat Mai erwarte er erste Eckwerte. Er streite weiter für den Erhalt des Kommandos, „denn wir wollen uns hinterher nicht nachsagen lassen, wir hätten nicht mit Mann und Maus für Ulm gekämpft“.

Auffällig ans Revers geheftet trugen Gönner wie auch Bentler die vom Bundeswehrsozialwerk entwickelte „Gelbe Schleife“. Sie soll künftig in der Öffentlichkeit die Unterstützung der Soldaten im Einsatz sichtbar machen und Solidarität mit ihnen ausdrücken. „Mit dem Erwerb der Gelben Schleife tun Sie ein gutes Werk“, sagte Generalleutnant Bentler, „denn der Obolus kommt den Angehörigen der Soldaten zugute“. (grr)

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